Das Meer – bekannt für seine beruhigende Wirkung. Die man spätestens spürt, wenn man im Auto an der Küste entlang Kilometer für Kilometer zurücklegt und dabei den Blick über die endlose Weite des Blaus gleiten lässt. Einfach ganz im eigenen Tempo die schönsten Fleckchen Erde entdecken – und an jedem Strand, in jeder Bucht, an jedem Aussichtspunkt anhalten und bleiben, wo immer und wie lange man möchte. holiday autos, Experte für die Vermittlung von Ferienautos weltweit, stellt die Top 10 der schönsten Küstenstraßen der Welt vor:
Die norwegische Kystriksveien Str. 17: Knappe 650 Kilometer führt sie an der von Fjorden durchzogenen Küste von Steinkjer ins nördliche Norwegen bei Bodø. Fjorde alle Nase lang, die jeden Betrachter mit immer neuen Farben, Formationen und Größen zum Staunen bringen. Neben dem Blick aufs Meer verzaubert die Strecke durch eine Vielfalt an Wäldern und Wiesen, Hügeln und Bergen, Brücken und Inseln, Dörfern und Hafenstädtchen. Alles sehr landestypisch, sehr idyllisch, die Holzhäuser in den landestypischen Farben, unterwegs gibt es gute Hausmannskost und die Natur ist nahezu unberührt. Übrigens: Immer dann, wenn ein Fjord das Ende der Straße markiert, kann man sich mit einer Fähre übersetzen lassen – das nimmt Tempo aus der Reise und macht es gemütlicher. Ebenso wie eine Übernachtung in einfachen Pensionen – oder noch näher dran an der Natur: im Zelt.

Strecke durch eine Vielfalt an Wäldern und Wiesen, Hügeln und Bergen, Brücken und Inseln, Dörfern und Hafenstädtchen| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
Via Aurelia: Alle Wege führen nach Rom, einer der schönsten davon auf Italiens ältester und längster Küstenstraße am Thyrrenischen Meer. Zum großen Teil auf den Spuren der antiken römischen Konsularstraße – von San Remo aus über Savone, Recco, Viareggio, Cecina, Piombino, Montalto di Castro über Ladispoli in die Ewige Stadt. Man fährt von Fischerdorf zu Fischerdorf, von einem Städtchen zur nächsten immer an der Küste entlang. Und genießt Italien – das geht hochpreisig in noblen Hotels, edlen Boutiquen und erstklassigen Restaurants. Oder günstig auf Campingplätzen oder in einfachen Pensionen übernachten, in den kleinen Nebengassen shoppen und bei Hunger eine Trattoria suchen. Und dafür ausgiebig im Luxus des Ausblicks auf das Mittelmeer schwelgen – wie es schon die alten Römer gerne gemacht haben.

Blick von einer Nebenstraße der Via Aurelia| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
BR-101: Brasilianische Traumstraße – selbstverständlich an Traumstränden. Die in den 70er Jahren ausgebaute Küstenstraße geht an der Ostküste Südamerikas von Rio de Janeiro bis Santos, zunächst an der Costa Verde mit grünen Wäldern und immer am türkis-grün schillernden Atlantik . Auf der Strecke veträumte Kolonialstädtchen, Fischerdörfer, hunderte von Stränden und Naturparadiese – eine immerwährende Einladung zum Aussteigen, den Ausblick genießen und auch mal ins Meer springen. Unterwegs gibt es ausreichend Hotelzimmer, viele mit traumhaften Ausblicken aufs Meer.

Costa Verde mit grünen Wäldern am türkis-grün schillernden Atlantik| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
An der Küste Südwestaustraliens: der Streckenvorschlag für den fünften Kontinent führt von Balladonia in Westaustralien am Pasley Canyon vorbei über Eucla zum Great Australian Bight Marine Park. Der Reiz unterwegs ist, dass die Landschaft nicht sehr abwechslungsreich ist. Das Meer und die spektakuläre Aussicht rückt so ganz klar in den Vordergrung. Angekommen im Naturpark bietet sich das Szenario der weltweit längsten Steilküste – mit der Chance, von Juni bis Oktober Wale zu beobachten. Von der Bucht aus genießt man eine schier überwältigende Aussicht auf die Bunda Klippen, gigantische Sanddünen und ausgedehnte Strände.

- Gigantische Sanddünen und ausgedehnte Strände| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
Highway 1 – von San Francisco bis San Diego der Küste folgen, auf einer der schönsten Autostrecken der USA. Viele sind der Meinung, dass eine Fahrt hier fast so ist, als ob man auf einer Endlos-Leinwand einen opulenten Landschaftsfilm sehen würde. An der Pazifikküste entlang geht es südwärts zum Reservat der See-Elefanten in der Half Moon Bay, weiter vorbei am Monterrey Bay Aquarium. Die Namen Big Sur und Californian Riviera verraten, dass sich hier Menschen niederlassen, die Werte auf die Umgebung und den Californian Way of Living legen. Auf dem nächsten Streckenabschnitt steigt die Promidichte: Santa Barbara, Malibu und Santa Monica sind eine bunte Mischung aus nachgebautem Kolonialstil, schicken Bungalows, Einkaufspromenaden und dem Flair, mit dem sich bekannte und weniger bekannte Schauspieler, Sänger, Showgrößen und viele mehr gerne umgeben. Viel größer und noch mehr Markenzeichen des California Dreaming: Los Angeles. Einmal den Sunset Boulevard entlangfahren und anschließend am Strand von Venice abhängen muss drin sein. Über San Diego zur letzten Station der Tour nach Tijuana für eine Fiesta Mexicana. Zum Übernachten bieten sich B&Bs unterwegs an, das macht es einfacher, auch mal ins Leben der Anwohner hineinzuschnuppern.

Highway 1 an der Pazifikküste entlang| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
Grande Corniche – Statt wie James Bond ein Rennen zu veranstalten bietet sich die Panorama-Küstenstraße zwischen Menton und Nizza in Frankreich eigentlich viel besser für entschleunigtes Fahren und Staunen an: der Ausblick ist so grandios, dass man wirklich von einem Aussichtspunkt zum nächsten fährt. Teilweise geht es 500 Meter hinunter bis zum Meeresspiegel des blitzblauen Mittelmeers, auf der anderen Seite ragen bis zu 4.000 Meter hohe Berggiganten. Hier sollte man gut Karten lesen können, denn auf der Strecke führen viele Straßen zum Ziel, die Grand Corniche erreicht man von Menton aus über Roquebrune, dann weiter in Richtung La Turbie, wo die erste große Aussichtsterrasse wartet. Die weitere Strecke ist nicht sehr stark befahren, man kann sogar mitten auf der Strecke anhalten, um Fotos zu schießen. Denn Motive gibt es unzählige, beispielsweise Col d’Èze, Belvedère d’Eze, Cap Ferrat, Cap Martin, Le Vistaero oder Monaco – die Côte d’Azur eben. Unterwegs kann man wählen, ob man die Nacht lieber in einfachen Pensionen und Dorfgasthöfen bis hin zu mondänen 5-Sterne-Hotels verbringen möchte.

- Von San Sebastian bis Bilbao an der Biskaya| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
Von San Sebastian bis Bilbao an der Biskaya / Spanien entlang – der längste Teil der Strecke kann unmittelbar auf Küstenstraßen zurückgelegt werden. Und die Ausblicke sind es wirklich wert: der Blick unterwegs ist hauptsächlich auf das Meer in seinen vielen Schattierungen von türkisgrün bis zu sattem Blau gerichtet. Schroffe Felsformationen wechseln mit grünen, fast lieblichen Hängen, bezaubernde Dörfer mit Hafenstädtchen, es gibt viel typisch baskenländische Architektur zu bestaunen – und auch wenn hin und wieder nichts vom Meer zu sehen ist: der Blick auf die grüne Umgebung entschädigt sofort. Übernachten kann man übrigens wunderbar, etwa in kleinen Gasthäusern oder in einem der 52 Bauernhäuser der Region, die Gästen Zimmer bieten.

Blauer Himmel über der Biskaya| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
Wer die Adria Magistrale komplett entlanggefahren ist, kann voll Stolz behaupten, 6.000 Kilometer Küste am Stück gesehen zu haben – auch wenn die eigentliche Strecke nur etwa 1.200 Kilometer beträgt. Durch die unzähligen Inseln, die von der Uferstraße aus zu sehen sind, scheint es aber so viel mehr. holiday autos empfiehlt den etwa 600 Kilometer langen Streckenabschnitt in Kroatien von Rijeka über Zadar und Split bis Dubrovnik, vorbei an uralten Hafenstädtchen, malerischen Fischerdörfern, einsamen Buchten und endlosen Badestränden. Mit vielen Pausen und genussreichen Momenten – und am besten übernachtet man im Zelt unter dem Sternenhimmel auf einem der vielen Campingplätze.

Blick auf Dubrovnik| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
Nicht so offensichtlich, aber dennoch eine der beeindruckendsten Küstenstraßen der Welt, führt in Englands Nordosten von Hull bis Blyth: die Nordsee bietet zu allen Jahreszeiten wilde Aussichten. Die Farben in Englands Nordosten wirken anders, als man sie auf dem europäischen Kontinent gewohnt ist. Ein weißer Leuchtturm, wie beispielsweise Flamborough Lighthouse, kann hier geradezu düster erscheinen. An sonnigen Tagen strahlt er dagegen wie helles LichtDie Küstenlandschaft ist sehr unterschiedlich, teilweise karge Steinformationen, teilweise grün bewachsen. Das Meer verschwindet manchmal unter Nebelschwaden, dann wieder ist es klar und mit hohen, weißen Wellenkämmen zu sehen. Die Fahrt führt durch Wälder, an Klippen entlang, kleine Dörfer, einsame Farmen, Windmühlen, Leuchttürme oder belebte Hafenstädte. Unterwegs nicht verpassen: ein Abstecher führt zur Ruine Whitby Abbey mit traumhaftem Blick und Fotomotiv. Und auf der anderen Seite der Whitby Bucht unbedingt einen Abstecher zum Badestrand mit seinen kunterbunten Badehäuschen machen. Übernachten unterwegs am schönsten ländlichen kleinen Hotels – oder im Dorf-Pub, sofern der Wirt Zimmer anbietet.

Möwe am Strand von Whitby| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
Sea to Sky Highway wird die Strecke von Vancouver nach Whistler auf dem Highway 99 in British Columbia / Kanada liebevoll genannt. Eigentlich reicht es aber auch, die Tour nur die Küstenstraße entlang zu machen, denn von Vancouver aus führt sie immer an der Meeresbucht in die schönste Naturlandschaft hinein. Die Ausblicke sind zu jeder Jahreszeit spektakulär. Im Meer liegen wunderschöne Felsformationen, endlose Wälder und vor allem beeindruckende Gebirge, das Zusammenspiel wirkt zu jeder Jahreszeit anders. Empfehlenswert ist übrigens, die Reiseroute von Whistler nach Vancouver einzuplanen, da so die schöneren Aussichtsstellen schon auf der richtigen Fahrtseite liegen – oder eben hin und zurück reisen, um wirklich jeden Ausblick zu genießen.

Hourshue Bay auf der Route Vancouver nach Whistler| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
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