Berühmte Klöster in Österreich – eine Mietwagentour

Der intensiv gelebte Katholizismus hat die Klöster Österreichs zu einflussreichen und machtvollen Häusern gemacht. Sie standen für Kultur und Bildung, aber auch für Weinbau und Landwirtschaft. Bis heute ist das Ansehen der Stifte sehr hoch. Bewundert werden aber vielmehr die Kunstschätze, die sich hinter den dicken Mauern verbergen. In einigen Konventen bietet sich die Möglichkeit einer oder mehrerer Übernachtungen an, um die Mietwagentour der Kloster mit etwas Besinnung und Ruhe zu verbinden.

Das erste Kloster der Tour liegt nah zur tschechischen Grenze in Zwettl. Das dortige Zisterzienserstift ist das drittälteste existierende Zisterzienserkloster der Welt. Neben dem alten Kloster ist eine Besichtigung der Gärten und Orangerien zu empfehlen. Wunderschön ist auch die Natur, in das sich das Kloster schmiegt. Das Waldviertel, der nordwestliche Teil Niederösterreichs, wird zur ausgiebigen Betrachtung bei der Fahrt zum nächsten Kloster durchfahren. 123 Kilometer Strecke liegen zwischen dem Stift Zwettl und dem Stift Klosterneuburg, an dessen Ende eine romantische Fahrt entlang der Donau steht (B38, B37, S5, Richtung Wien fahren, A22, Ausfahrt Klosterneuburg auf B14). Führungen durch das Kloster mit ausführlichen Erklärungen der großen Kunstschätze der Abtei finden täglich zwischen 10.00 und 17.00 Uhr statt. Am östlichen Rand des idyllischen Donautals der Wachau thront hoch auf einem Berg das Benediktinerstift Göttweig. Ähnlich idyllisch ist schon die Fahrt dorthin. Immer mit Blick auf die Donau bewegt man den Mietwagen durch saftiges Grün und dichtes Waldgebiet (64 km, B14 westlich, L2152, B213, Wilhelmstr., geradeaus bis L2148, L2154, LH112, B43/Tullner Str., B37, B33/Melk, LH100, LH114/Wienerstr., links auf Keramikstr.). Seit 2001 ist das Kloster Weltkulturerbe, dennoch ist es spirituelles Zentrum und Wohnhaus von etwa 45 Mönchen. Besichtigt werden darf es dennoch. Nicht nur die barocke Pracht steht dabei im Mittelpunkt, sondern auch der herrliche Ausblick von dort oben in das weite Land. Das berühmteste Kloster Österreichs, das Stift Melk, ist nur 38 Kilometer entfernt. Und noch dazu sind es die schönsten Kilometer der ganzen Reise. Die wunderbare Wachau lässt sich nicht besser genießen als auf diesem Streckenabschnitt aus dem Mietwagenfenster heraus. Einfach nur genießen steht auf dem Programm (LH114 westlich, links auf B33, L5350, L5348). Ganz zu recht ist das Kloster Melk so berühmt, ist es doch in einem prächtigen Barockbau untergebracht. Für einen Besuch sollte man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen. Wie ein Schloss kommt das nächste Kloster daher. Das Augustinerstift Sankt Florian liegt in der gleichnamigen Ortschaft nahe Linz (86 km, L5340, L5348, B3A, A1/E60 Ausfahrt Sankt Florian, L566). Marmorsaal und die über 140.000 Bücher fassende Bibliothek sind die Sahnestücke der Abtei. Im letzten Kloster der Reise kann man, einfach aber gut, übernachten. Das Stift Kremsmünster bietet Zimmer gegen eine kleine Spende (etwa 20 Euro werden erwartet) an. Dafür gibt es ein eigenes Bad, ein Bett, eine nette Einrichtung und ein Frühstück im Speisesaal. Der Weg dorthin führt durch kleine Wälder und dann wieder auf lichte Anhöhen, von denen ein wunderbarer Blick in die schwachhügelige Natur mit all seinen Farben und Formen möglich ist (40 km, L1394, L1392, A1, B122).

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