Archiv für die Kategorie ‘ungarn’

Ungarn – Budapest, Pecs und Balaton

Mittwoch, 04. Mai 2011

Balaton, der Plattensee. Wer kennt ihn nicht, den riesigen Steppensee im Westen Ungarns, der im Hochsommer mit 30 Grad Wassertemperatur höchsten Badespaß verspricht. Doch das Land der Puszta, Piroschka und der Paprika hat so viel mehr zu bieten als nur einen See. Wie eine Insel inmitten der Karpaten ruht das Land zwischen Traditionen und Moderne. Ihre Menschen lieben die Schwermut, gleichzeitig aber sind sie ausgelassen, weltoffen und tanzen und feiern bei Tokajer und Kesselgulasch.

Unsere Tour über mehrere Tage bringt Reisende in ihrem Mietwagen von Budapest in den Süden nach Pecs und dann westlich über den Balaton zurück nach Budapest.

Schloss in Budapest

Schloss in Budapest

Auf der einen Seite Buda, auf der anderen Pest, so teilt sich die Millionenstadt Budapest getrennt durch die Donau auf. In Buda sind der Burgberg mit dem Königlichen Schloss und der Gellertberg mit Zitadelle und Freiheitsstatue allgegenwärtig. Neun Brücken ermöglichen den Weg über die Donau nach Pest, die älteste und schönste von ihnen ist die Kettenbrücke. In der Pester Innenstadt liegen die Sehenswürdigkeiten nah beieinander, sodass die Besichtigungen gut zu Fuß möglich sind. Den Mietwagen braucht man erst, um nach Kecskemet aufzubrechen (86 km, südlich über Helsinki ut auf Route 5). Die landschaftlich reizvolle Fahrt lässt Vorfreude auf die weitere Reise aufkommen. Auf Alleen, durch nette Ortschaften, vorbei an kleinen Seen, erreicht man in nicht mal zwei Stunden das prachtvolle Kecskemet. Jugendstil in Vollendung, orientalische Bauelemente und barocke Kunst geben der Stadt sehr viel Charme. All das findet sich im Stadtzentrum, in dem auch das kulturelle Leben seinen Mittelpunkt hat.

Bei einem Abstecher nach Fulöphaza erlebt man noch das richtige Puszta-Gefühl. An den weitläufigen, sandigen Steppen stehen noch einige der typischen Einzelhöfe, die an vergangene Zeiten erinnern (22 km, westlich auf Route 52). Um in das 82 km entfernte Opusztaszer zu gelangen, fährt man erst wieder zurück nach Kecskemet und dann auf der Route 5 weiter südlich. Im Ópusztaszeri Nemzeti Emlékpark, einem historischen Gedenkpark, spürt man der Geschichte Ungarns nach. Originalgetreue Handwerkshäuser früherer Epochen geben zudem Einblick in das damalige Leben der Menschen. Nicht mehr weit ist Szeged, eine Universitätsstadt, die ihr heutiges Aussehen einer Naturkatastrophe verdankt (28 km, links auf Sövenyhazi ut und weiter auf Hunyadi utca). Eine große Flut zerstörte 1789 nahezu alles, was innerhalb von nur zehn Jahren wieder ausgebaut wurde. Das heutige Gesicht der Stadt ist wunderschön, was man vor allem sieht, wenn man auf dem Domplatz vor der Votivkirche steht. Die folgenden 140 km zum nächsten Ziel sind fast noch zu wenige, denn das, was man nun vom Mietwagenfenster aus sieht, ist eine grandiose Landschaft, die permanent ihr Gesicht verändert.

Rathaus von Pecs

Rathaus von Pecs

Kurz vor Szekszard erheben sich die sieben Hügel, die dieser Weinbauregion ihren Namen gaben (westlich auf Route 55). Ist die Unterwelt der Stadt auch ein Labyrinth aus Weinkellern, zeigt sie sich Oberhalb mit Komitatshaus, Rathaus und Hallenkirche umso prächtiger. Fährt man nun nördlich auf die Route 55 und dann im Kreisverkehr auf die Route 6, ist nach 60 km Pecs erreicht. 2010 war Pecs die europäische Kulturhauptstadt. Das hat ihre Schönheit nur noch weiter wachsen lassen. Nicht nur der klimatischen Lage, auch dem Leben, den Bauwerken und den Menschen verdankt die Stadt ihre mediterrane Ausstrahlung. Genießen kann man all das nur, wenn man wenigstens einen Tag bleibt. Die Reise endet nicht, ohne den Balaton gesehen zu haben. Einen schönen Eindruck bekommt man in Siofok, das mit dem Mietwagen in zwei Stunden erreicht ist (115 km, Route 66 bis Sasd, dann Route 611, in Dombovar auf Route 61, in Tamasi auf Route 65). Der Wasserturm, das Wahrzeichen der Stadt, wird schon von weitem sichtbar, in dessen Nähe auf dem Platz Szabadság tér sechs Skulpturen des in Siofok geborenen Künstlers Imre Varga stehen. Dem Balaton-eigenen Partyleben spürt man auf der neugestalteten Promenade nach. Am Ufer des Sees geht es danach auf der Route 7 bis zur Autobahn M7, die dann bequem und schnell nach Budapest zurück führt (103 km).

Tagestouren ab Budapest

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Das Donauknie:
Donauknie wird ein Flussabschnitt der Donau genannt, an dem sich der Fluss mit einem fast rechtwinkligen Knick durch das Visegrader Gebirge zieht. Das ist spektakulär, aber auch landschaftlich bietet das Gebiet einen idyllischen Anblick. Die erste sehenswerte Stadt ist Szentendre und 20 km von Budapest entfernt (Route 11, nördlich von Budapest). Am Donauufer-Parkplatz stellt man den Mietwagen ab und läuft wenige Minuten in das Zentrum des Städtchens zu Fuß. Der Hauptplatz Fö ter ist das Herzstück, immer gut besucht und von Barock- und Rokokohäusern umgeben. Viele Museen sind ein Ergebnis der 1920er-Jahre, als Szentendre von Künstlern entdeckt und zur Künstlerkolonie umfunktioniert wurde. Kurz vor der Flussbiegung liegt Visegrad. Der Weg dorthin führt beschaulich-romantisch am Donauufer entlang (23 km, Route 11). Einen schönen Eindruck bequem im Auto erhält man, wenn man an der Fährstation hügelaufwärts und dann links die Panoramastraße entlang fährt. Die Ruine der Oberen Burg liegt auf einem Hügel, der malerische Salomon-Turm direkt an der Donau. Nächstes Ziel ist Esztergom (24 km). Der Straße der Route 11 schlängelt sich weiterhin an der Donau entlang, direkt am Knick und bietet einen grandiosen Blick auf das Naturdenkmal. Früher einmal war Esztergom die Hauptstadt Ungarns. Als eine der ältesten Städte des Landes ist ihr Prunk und Schönheit eigen und Basilika, Burgen und Kirchen dürfen nicht fehlen. Man parkt am Fuße der St. Stephan Basilika, geht nicht die Treppen zur Basilika hoch, sondern ein paar Schritte zurück und folgt dann der Straße nach oben. So hat man die beste Ausgangsposition für eine Besichtigung. Nicht mehr an der Donau liegt Tata (45 km, die Route 11 wird zur Route 10, bei Szolosor utca von der Donau nach links abbiegen), ist aber trotzdem eine Wasserstadt. Um den Ort herum gibt es viele Seen und Quellen, eine Wasserburg, ein Schloss und neuerdings sogar einen Golfplatz. Zusammen mit den Hügeln und Wiesen bilden die Wasserflächen ein harmonisches Ganzes – in, und um die Stadt herum. Nach Budapest zurück geht der Weg über die E75 und die M1 in rund 50 Minuten.

Blick vom Schloß Visegrad auf die Donau
Blick vom Schloß Visegrad auf die Donau

| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Schloss Gödöllö:
In der Stadt mit dem lustigen Namen befindet sich das Schloss Gödöllö, in dem sich Königin Elisabeth, besser bekannt als Sisi, am liebsten aufhielt. Dort ritt sie mit Freude auf ihren Pferden oder lustwandelte durch den großen umliegenden Park. Im Schlossmuseum besichtigt man die herrschaftlichen Appartements von Kaiser Franz Josef und seiner Sisi, im Café isst man von altem Porzellan und im Fotostudio kann man sich in prunkvollen Kleidern fotografieren lassen und sich dabei selbst wie ein Monarch fühlen (M 3 bis nach Gödöllö, 31 km). Die Erkundung des Schlosses fordert ein wenig Zeit, es lohnt sich danach aber noch ein Abstecher nach Hollokö (70 km, M 3 bis Hatvan, dann links auf die Route 21, vor Paszto links abbiegen und noch 7 km bis Hollokö fahren). Seit 1987 zählt das Dorf zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es besteht aus einer Neu- und einer Altstadt. In der Altstadt befindet sich die zum Teil restaurierte Burg Hollokö. Den gleichen Weg wie hin nimmt man auch zurück nach Budapest.

Plattensee
Plattensee

| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Plattensee/Balaton:
Kein Ungarnaufenthalt ist komplett ohne einen Besuch des riesigen Steppensees Balaton. Im Sommer eignet er sich hervorragend zum Baden, besonders mit kleinen Kindern, aber auch die anderen Jahreszeiten lassen sich entspannend an seinen Ufern verbringen. Am schönsten genießen kann man den Plattensee bei einer Mietwagenrundtour über Balatonfüred, auf die Halbinsel Tihany, über Siofok und zurück nach Budapest. Der See, die Fachwerkhäuser, die unvergleichliche Natur und die Weinberge – nirgends zeigt sich Ungarn von einer so wunderbaren Seite wie hier (E71 Richtung Balaton, von Balatonfüred weiter auf der Route 71 nach Tihany, mit der Fähre übersetzen auf die andere Seite, auf der Route 7 über Siofok wieder nach Budapest, Gesamtlänge: 255 km).

Das Donauknie:

Donauknie wird ein Flussabschnitt der Donau genannt, an dem sich der Fluss mit einem fast rechtwinkligen Knick durch das Visegrader Gebirge zieht. Das ist spektakulär, aber auch landschaftlich bietet das Gebiet einen idyllischen Anblick. Die erste sehenswerte Stadt ist Szentendre und 20 km von Budapest entfernt (Route 11, nördlich von Budapest). Am Donauufer-Parkplatz stellt man den Mietwagen ab und läuft wenige Minuten in das Zentrum des Städtchens zu Fuß. Der Hauptplatz Fö ter ist das Herzstück, immer gut besucht und von Barock- und Rokokohäusern umgeben. Viele Museen sind ein Ergebnis der 1920er-Jahre, als Szentendre von Künstlern entdeckt und zur Künstlerkolonie umfunktioniert wurde. Kurz vor der Flussbiegung liegt Visegrad. Der Weg dorthin führt beschaulich-romantisch am Donauufer entlang (23 km, Route 11). Einen schönen Eindruck bequem im Auto erhält man, wenn man an der Fährstation hügelaufwärts und dann links die Panoramastraße entlang fährt. Die Ruine der Oberen Burg liegt auf einem Hügel, der malerische Salomon-Turm direkt an der Donau. Nächstes Ziel ist Esztergom (24 km). Der Straße der Route 11 schlängelt sich weiterhin an der Donau entlang, direkt am Knick und bietet einen grandiosen Blick auf das Naturdenkmal. Früher einmal war Esztergom die Hauptstadt Ungarns. Als eine der ältesten Städte des Landes ist ihr Prunk und Schönheit eigen und Basilika, Burgen und Kirchen dürfen nicht fehlen. Man parkt am Fuße der St. Stephan Basilika, geht nicht die Treppen zur Basilika hoch, sondern ein paar Schritte zurück und folgt dann der Straße nach oben. So hat man die beste Ausgangsposition für eine Besichtigung. Nicht mehr an der Donau liegt Tata (45 km, die Route 11 wird zur Route 10, bei Szolosor utca von der Donau nach links abbiegen), ist aber trotzdem eine Wasserstadt. Um den Ort herum gibt es viele Seen und Quellen, eine Wasserburg, ein Schloss und neuerdings sogar einen Golfplatz. Zusammen mit den Hügeln und Wiesen bilden die Wasserflächen ein harmonisches Ganzes – in, und um die Stadt herum. Nach Budapest zurück geht der Weg über die E75 und die M1 in rund 50 Minuten.

Schloss Gödöllö:

In der Stadt mit dem lustigen Namen befindet sich das Schloss Gödöllö, in dem sich Königin Elisabeth, besser bekannt als Sisi, am liebsten aufhielt. Dort ritt sie mit Freude auf ihren Pferden oder lustwandelte durch den großen umliegenden Park. Im Schlossmuseum besichtigt man die herrschaftlichen Appartements von Kaiser Franz Josef und seiner Sisi, im Café isst man von altem Porzellan und im Fotostudio kann man sich in prunkvollen Kleidern fotografieren lassen und sich dabei selbst wie ein Monarch fühlen (M 3 bis nach Gödöllö, 31 km). Die Erkundung des Schlosses fordert ein wenig Zeit, es lohnt sich danach aber noch ein Abstecher nach Hollokö (70 km, M 3 bis Hatvan, dann links auf die Route 21, vor Paszto links abbiegen und noch 7 km bis Hollokö fahren). Seit 1987 zählt das Dorf zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es besteht aus einer Neu- und einer Altstadt. In der Altstadt befindet sich die zum Teil restaurierte Burg Hollokö. Den gleichen Weg wie hin nimmt man auch zurück nach Budapest.

Plattensee/Balaton:

Kein Ungarnaufenthalt ist komplett ohne einen Besuch des riesigen Steppensees Balaton. Im Sommer eignet er sich hervorragend zum Baden, besonders mit kleinen Kindern, aber auch die anderen Jahreszeiten lassen sich entspannend an seinen Ufern verbringen. Am schönsten genießen kann man den Plattensee bei einer Mietwagenrundtour über Balatonfüred, auf die Halbinsel Tihany, über Siofok und zurück nach Budapest. Der See, die Fachwerkhäuser, die unvergleichliche Natur und die Weinberge – nirgends zeigt sich Ungarn von einer so wunderbaren Seite wie hier (E71 Richtung Balaton, von Balatonfüred weiter auf der Route 71 nach Tihany, mit der Fähre übersetzen auf die andere Seite, auf der Route 7 über Siofok wieder nach Budapest, Gesamtlänge: 255 km).