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Türkei – Von Ankara in die Region Kappadokien

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Die in Zentralanatolien gelegene Landschaft Kappadokien erhielt sein bizarres Aussehen durch Vulkanausbrüche vor über 3 Millionen Jahren. Dabei wurde die Hochebene mit Tuffschichten überzogen, aus denen Wind und Wetter eine Landschaft aus tiefen Schluchten und roten, braunen und grünlich-grauen Felsen schuf. Die Menschen hauten schon früh Höhlen in den Stein und die Römer Klöster und Kirchen. Das und vieles mehr gibt es bei einer 8-tägigen Mietwagenrundreise zu bestaunen, die in Ankara beginnt und über Kappadokien, Sanliurfa und Konya wieder nach Ankara zurück führt.

1. Tag: Von Ankara geht es in die Stadt Göreme in Kappadokien (D750/E90, bei Selecikose auf D300 und hinter Nevsehir die D302 fahren, 306 km). Der Ort ist Zentrum des Nationalparks Göreme, der seit 1985 zum Weltkulturerbe zählt. Die ausgehöhlten Feenkamine im Tuffstein haben einen besonderen Reiz, ebenso wie die in den Fels geschlagenen zahlreichen Kirchen. Göreme ist touristisch gut erschlossen und es finden sich zahlreiche Bars, Cafes, Restaurants und Hotels im Stadtkern.

 Feenkamine bei Göreme
Feenkamine bei Göreme| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

2. Tag: Nächstes Ziel ist der 500 km entfernte Berg Nemrut (Nemrut Dagi) im gleichnamigen Nationalpark (D300 Richtung Kayseri, dann auf die D260 bis Malatya und von dort rechts halten bis zum Nationalpark). Eine wenig befahrene Straße mit einer fesselnden Landschaft aus Schluchten, Felsen und Tälern begleitet die Fahrt auf den Gipfel, auf dem das „Hierothesion“, eine beeindruckende Grabanlage, thront. Auf den Parkplätzen gibt es einen kleinen Imbiss. Eine Pension findet sich in den umliegenden Dörfern wie z.B. Pinarbasi oder Taslica.

Kolossaler Kopf von Antiochus auf dem Hierothesion
Kolossaler Kopf von Antiochus auf dem Hierothesion| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

3. Tag: Die 195 km nach Sanliurfa fährt man über die D360 und dann über die D875. Vorbei kommt man dabei an den östlichen Ufern des Atatürk-Sees. Sanliurfa wirkt wie ein großes Freilichtmuseum. Wer eine Übernachtung in einem Hotel im Kern der Stadt wählt, kann die schönen Häuser, Straßen, Basare, Brunnen, Brücken, Schlösser und Moscheen zu Fuss bestaunen. Auch die erste islamische Universität der Welt in Sanliurfa ist ein interessantes Ziel.

Halil Rahman Moschee, Geburtsort von Abraham, in Sanliurfa
Halil Rahman Moschee, Geburtsort von Abraham, in Sanliurfa| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

4. Tag: Gut 5 Stunden und 350 km weiter in westlicher Richtung erreicht man die antike Stadt Antiochia (E90 bis Ausfahrt Adana-Sanliurfa, dann D825). Am Ufer des Orontes und 30 km entfernt vom Meer liegt die Stadt auf den verschütteten antiken Ursprüngen. Eine eindrucksvolle Stadtmauer auf dem Berg über Antakya blieb aber erhalten. Auch Reste des Aquädukts, des Theaters und des kaiserlichen Palastes sind noch erkennbar. Etwas außerhalb und oberhalb von Antiochia befindet sich das monumentale Felsbild Chairon.

Antiochia
Antiochia| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

5. Tag: Ab Iskenderun führen die E91 und E90 und ab Camtepe die O-51 nach Silifke. Auf dem Weg zur mäßig gut erhaltenen Akropolis steigt man mittels einer Wendeltreppe zu einer tief gelegenen Zisterne. Von der Akropolis hat man einen herrlichen Blick über die Stadt und das Tal des Göksu. 2 km westlich befindet sich der frühchristliche Wallfahrtsort der heiligen Thekla. Bei Atakent sind alte Ruinenstädte und das Grabmal Mezgit Kalesi zu bestaunen.

6. Tag: In der großen Urlaubshochburg Antalya erwarten den Besucher nicht nur kilometerlange Sandstrände und türkisblaues Mittelmeer. Die Altstadt mit kleinen Gassen und hübschen Erkerhäusern sieht aus wie aus dem Bilderbuch und die Hafenanlage punktet mit mediterranen Reizen (400 km die D400 immer an der Küste entlang in Richtung Westen).

Wasserfall in Antalya
Wasserfall in Antalya| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

7. Tag: Bevor es nach Ankara zurück geht, sollte Konya auf der Rundreise nicht fehlen (D400 zurück bis Kizilagac, dann links auf D695 und ab Seydisehir D696, 305 km). Die grüne Oase inmitten der kargen Landschaft ist mit zahlreichen Grünflächen, Brunnen und kleinen Flüssen beschaulich schön. Die vielen altertümlichen Bauten sind noch gut erhalten. Zum Ausklang der Reise kann man sich sogar in einem 5-Sterne-Hotel mit Hamam verwöhnen lassen.

Konya bei Nacht
Konya bei Nacht| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

8. Tag: Nach Ankara gelangt man in 4 ½ Stunden und 288 km über die D715 und hinter Yeniceoba-Güzelyayla Yolu auf der D750.