Das Terrain zwischen England und Schottland hat eine ganz eigenwillige Natur. Es gibt riesige Kiefernwälder und zarte Heidemoore im Süden und wunderschön anzuschauende sattgrüne Landschaften im Norden. Rund um Galloway hingegen überwiegen Hügel und Berge, die von wilden Blumen überwuchert werden. Eigenwillig, aber wunderschön ist es hier. So schön, dass man mindestens fünf Tage mit dem Mietwagen braucht, um all das sehen und spüren zu können.

Beleuchtete Squinty Bridge in Glasgow
Die Rundreise beginnt und endet in Glasgow. Von dort geht es in südöstlicher Richtung nach New Lanark (46 km, A89, A74, B7071, A72). Der Vorort der Kleinstadt Lanark gilt als erstes, geplantes Manufakturdorf der industriellen Revolution. Die Wälder und Moore werden weniger. An die Stelle treten nun die Hügel, die sich wellenförmig in die Landschaft einpassen. Wamlockhead liegt so hoch auf einem großen Hügel oder auch kleinen Berg, je nachdem wie man das sehen möchte, das es als Schottlands höchstgelegene Siedlung gilt (42 km, A73, A702, B797). Nun folgt ein wirklich atemberaubendes Stück der Reiseroute.

Caerlaverock Castle bei Dumfries
Nach Dumfries bewegt man den Mietwagen durch eine leuchtende Bergwelt mit Wiesen, Wildbächen und wahnsinnig schönen Aussichten. 50 Kilometer kann man das genießen, dann ist man in Dumfries (B797, A76). Dort besichtigt man das Museumshaus, in dem der schottische Nationalheld Robert Burns starb und andere Denkmäler, die dem Helden huldigen. Jetzt werden die Straßen wieder gerader und überwinden keine Höhenunterschiede mehr. Das Land ist flach und weit fällt der Blick über die endlosen Wiesen und Felder, während man den Mietwagen zu den Threave Gardens lenkt (33 km, A780, A711, A75). Vier Bauernhöfe, Wälder und einen wunderbar angelegten Garten gibt es dort zu bestaunen. Im liebevoll gestalteten Park lässt es sich nach der langen Fahrt im Mietwagen hervorragend herumspazieren. Mit den Bergen zur Rechten und der irischen See zur Linken fährt es sich ganz idyllisch an die Westseite und zum Loch Ryan nach Stranraer (87 km, A75). Neben dem trubeligen Hafen, an dem man stundenlang einfach nur sitzen möchte, lohnt auch ein Besuch des Castle of St. John.

Marinehafen von Dumfries
Nach Girvan fährt man weniger, weil der Ort so schön ist, sondern vielmehr, weil es auf dem Küstenweg in nördlicher Richtung liegt (48 km, A77). Etwa auf der Hälfte der Strecke ist in der See die Insel Ailsa Craig zu sehen, die majestätisch über das Meer wacht. Über den aufregenden Küstenweg, an dem es nicht nur das Meer und die grünen Felsen zu bestaunen gibt, sondern auch alte Burgen und Ruinen, erreicht man nach weiteren 34 Kilometern Alloway (A77, A719). Auch Alloway zeigt sich ganz im Zeichen seines Nationalhelden Robert Burns, der hier das Licht der Welt erblickte. Geburtshaus, Museum und Denkmal müssen besichtigt werden. Man kann diese Reise nicht beenden, wenn man die Isle of Arran nicht gesehen hat (A79, B759, A737, A78, A738). Ab Ardrossan verkehrt eine Autofähre in sehr regelmäßigen Abständen auf die Insel. Es ist also kein Problem, den Mietwagen mitzunehmen. Mit dem Wagen lässt sich die Insel dann einmal ganz umrunden und die vielfältigen Landschaften und einmaligen Ausblicke kann man erst so richtig auskosten. Ab Ardrossan sind noch 50 Kilometer bis Glasgow zu fahren, was einem Zeitbedarf von etwa einer Stunde entspricht (A78, B778, A736, B773, A77).




