Die beiden reizenden Städtchen Alghero und Bosa an der Westküste Sardiniens verbinden mehrere Straßen. Eine von ihnen gehört zu den Traumstraßen Europas und führt in unmittelbarer Nähe zum tiefblauen Meer und der Küste lang. Andere wiederum winden sich durch eine phantastische Bergwelt und kleine Bergdörfer.
Wer Urlaub auf Sardinien macht, sollte sich unbedingt für einen Mietwagen entscheiden. Denn nur so lassen sich die besonderen Momente erleben, die das schöne Eiland zu bieten hat. Alghero zum Beispiel, eine katalanisch geprägte Stadt mit Festungstürmen, anmutigen Kirchen und auffälligen Keramikkuppeln. Das Meer liegt der Stadt zu Füssen und die hellsandigen Badestrände locken Einheimische und Touristen mit ihrem karibikähnlichen Zauber. Eine angenehme Zeit hat man auch im Hafenviertel der Altstadt, wenn man sitzend in den kleinen Cafés, die sich in den engen Gassen verteilt haben, das Flair der Stadt in sich aufnimmt.

Kirche in Alghero
Nach dem Besuch Algheros verlässt man die Stadt mit dem Mietwagen auf der Viale della Resistenza/SP105 in Richtung Bosa. Der Blick zurück gehört zu den schönsten, die man auf Alghero erhaschen kann, aber auch wer nach vorne schaut, wird nicht enttäuscht. Von der Küstenstraße, die auf 42 Kilometer kurvenreich das Meer bis nach Bosa begleitet, führen Wege zu den schönsten Stränden, wie denen der Ortschaften Poglina, Cala Managua oder Abba Cala Cumpoltittu. Traumhafte Buchten tun sich auf und besonders im Frühling zeigt sich der Streckenabschnitt mit einer Fülle mediterraner Blumen und Blüten. Noch dazu spielt sich all das vor einer steilen Felsenkulisse ab, die wie gemalt erscheint. Um an den Stränden und in den Buchten baden zu können, stellt man den Mietwagen in den an der Straße befindlichen Parkbuchten ab und läuft die kurzen Trampelpfade hinunter bis zum Wasser. Fährt man die 42 Kilometer in einem durch, so benötigt man rund eine Stunde Fahrtzeit. Mit kleinen Fotostopps oder längeren Aufenthalten für einen Sprung ins kühlende Nass, braucht man entsprechend länger. Bosa erreicht man dann über eine entzückende, palmenbewachsene Uferstraße des Temos. Der kleine Küstenort ist wirklich idyllisch. In der Altstadt, wo rosafarbene Häuser aus Trachytstein das Bild bestimmen, sitzen grauhaarige Italienerinnen vor ihren Häusern und stricken, während die Männer in den dunkeln Kellergewölben dem heimischen Wein, dem Malvasier, frönen. Sa Costa ist das historische Viertel, das sich über den Hang eines niedrigen Hügels erstreckt. Oben thront das Castello di Serravalle aus dem Jahr 1122. Seit dem Mittelalter haben sich die engen Gassen und Wege kaum verändert und so weht der Geist der Vergangenheit noch regelrecht spürbar durch den Ort.

Bergiges Umland von Bosa
Von Alghero nach Bosa durch das bergige Umland
Weg vom Meer und hinein ins Landesinnere – auch so erreicht man Bosa und es ist nicht minder schön. Oft ist auch aus den Bergen tief unten das Meer zu erkennen und bietet hervorragende Fotomotive. Auf der Strecke liegen zauberhafte kleine Bergdörfer, wo man einfach mal den Mietwagen stehen lassen kann und die Gassen und Plätze zu Fuss erkundet. 50 Kilometer fährt man über die Via Sant’Agostino/SS292, die SP12 und SP19 nach Bosa. Passiert werden die Dörfer Cantoniera Scala Piccada, Cantoniera Santu Miali, Montresta und Cantoniera Tinniri.
Folgt man der SS292 weiter bis nach Bosa und fährt nicht auf die SP12 ab, verläuft der Weg noch weiter entfernt vom Meer durch die Berge. Etwa 80 Kilometer müssen für die Strecke mit dem Mietwagen zurück gelegt werden, dafür belohnt der Abstecher mit einer weiten Sicht über die Westküste und einer romantischen Fahrt vorbei am Lago die Temo. Auch das bezaubernde kleine Monteleone Rocca Doria und das von saftigem Grün eingerahmte Mara sind den kleinen Umweg wirklich wert. Bei Suni biegt man rechts auf die SS129bis und nach acht Kilometern ist Bosa erreicht.

