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Pause vom Skifahren – Mietwagentagestouren in Österreich

Mittwoch, 17. November 2010

Die Vorstellung, sich am nächsten Morgen wieder mit zigtausenden anderen Skibegeisterten in die Bergbahn zu quetschen, erfüllt Sie nicht mit Vorfreude? Dann ist es Zeit, sich einen Tag Pause von der Piste zu gönnen und mit einem Mietwagen die Gegend rund um die Skigebiete zu erkunden. Wir haben zwei Tagestouren zusammengestellt, die den perfekten Ausgleich zum stressigen Skiprogramm schaffen:

Pause vom Skifahren

Pause vom Skifahren| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Kitzbühel (Tirol)
Wenn es lange genug klirrend kalt war lässt es sich auf der gefrorenen Decke des Schwarzsees laufen, Schlittschuh fahren und einfach nur Spaß haben. Die Sicht auf den Wilden Kaiser könnte schöner nicht sein (von Kitzbühel auf der Schwarzseestraße und bei der Reitherstraße rechts abbiegen Richtung Seepromenade, 5 km). Hinter Kirchberg beginnt das Brixental, das durch seine weitläufige Aussicht und wegen der Lage an den Kitzbüheler Alpen zu den schönsten Tälern Tirols zählt. Weiter geht es entlang der B170 über Brixen im Thale, Westendorf und Hopfgarten. In Hopfgarten sei ein Stopp empfohlen, um sich den schönen historischen Ortskern der 5.500 Einwohner-Gemeinde anzusehen (vom Schwarzsee nach Kirchberg zurück auf die Reitherstraße und dann rechts auf die B170, 5,5 km, ab Kirchberg weiter auf der B170 bis nach Hopfgarten, 14,5 km). Nach Rattenberg, der kleinsten Stadt Österreichs, muss man die B170 bis zum Kreisverkehr fahren und diesen an der dritten Ausfahrt auf die B178 verlassen. Dann die A12 Richtung Innsbruck nehmen. Insgesamt sind für die Teilstrecke 28 km zu fahren. Gerade einmal 400 Einwohner leben in dem bezaubernden Ort mit mittelalterlichem Kern und am Fuße des Stadtbergs. Die Glasbläserkunst ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor Rattenbergs, in vielen Geschäften der Fußgängerzone werden hübsche Kunstwerke aus Glas feilgeboten. Kufstein liegt nördlich Rattenbergs und wird über die A12 in 35 km angefahren. Sofort fällt die Festung Kufstein auf, die oberhalb der zweitgrößten Stadt Tirols liegt. In der Kufsteiner Altstadt ist besonders die Römerhofgasse sehenswert, in der kunstvolle Malereien auf den Fassaden der Häuser verewigt wurden. Von Kufstein aus sind es zurück bis nach Kitzbühel noch 37 km, die auf der B173, B178 und der B161 zurück zu legen sind.

Pause vom Skifahren

Pause vom Skifahren| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Mallnitz (Kärnten)
Vom Skigebiet Ankogel bzw. Mallnitz fährt man in knapp 40 km über die B105, B106 und B100 nach Spittal an der Drau. Schloss Porcia (Burgplatz 1) ist das wohl prächtigste Renaissance-Schloss außerhalb Italiens. Neben dem wunderschönen Arkadenhof ist auch das im Inneren des Schlosses untergebrachte Museum für Volkskultur wirklich sehenswert. Im Spittal, das der Stadt ihren Namen gab, befindet sich heute die technische Fachhochschule. Um weiter nach Gmünd zu gelangen, fährt man über die Katschberg-Bundestraße B99 15 km. Die mittelalterliche Stadt wird von einer imposanten Burganlage beherrscht und einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben. Durch viele kleine Tore gelangt man in kleine Gassen, die in frühere Zeiten zurückversetzen. Nach Millstatt am Millstätter See begibt man sich in südlicher Richtung zurück Richtung Spittal und fährt dann links Richtung Millstätter See (20 km). In Millstatt begeistern die ehemalige Benediktiner-Abtei mit Kreuzgang und die Stiftskirche mit Kunstwerken verschiedener Epochen. Der See verspricht Erholung vor traumhafter Kulisse. Ebenfalls am Millstätter See liegt Seeboden (B98, 5 km). Die Fahrt dorthin verläuft an den Ufern des Sees entlang mit Blick auf die schöne bergige Landschaft. In Seeboden ist die Burgruine Sommeregg auf einer kleinen Anhöhe gelegen, sie beheimatet ein ungewöhnliches mittelalterliches Foltermuseum. Zum Abschluss des Tages kann man urig im Burgrestaurant tafeln (Schlossau 7). In Mallnitz zurück ist man in etwa 40 Minuten über die B98, B100 und B105.

Tagestouren ab Salzburg

Mittwoch, 17. November 2010

Salzkammergut:
Das Gebiet des Salzkammergutes ist eine fruchtbare Alpenregion, die vom Fluss Traun durchzogen wird. 76 kleine und große Seen kann man hier zählen, die zusammen mit den umliegenden Bergen Dachstein, Totes Gebirge, Traunstein und Höllengebirge ein einfach nur wunderschönes Panorama bilden. Mit dem Mietwagen geht es erst durch herrliche Landschaften vorbei an Fuschl und dem Wolfgangsee nach Bad Ischl (B158, 55 km). Überall in der lebendigen Operettenstadt finden sich Zeichen der K.u.K.-Monarchie. Der Komponist Franz Lehár verbrachte gerne seine Sommer in Bad Ischl, der Operettenkönig vermachte seine Villa an der Traun der Stadt mit der Auflage, aus dem Haus eine Lehár-Gedenkstätte zu machen (Lehárkai 8).

Spaziergang an der Salzach

Spaziergang an der Salzach| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Weiter auf der B145 und hinter Altmünster auf der B120, ist der nächste Ort der Tour Gmunden nach 33 km erreicht. Von der Kurstadt am Traunsee legt der älteste Schaufelraddampfer der Welt „Gisela“ ab. Während der K.u.K.-Zeit verbrachten die reichen Städter gerne ihre Sommer in Gmunden, wovon noch zahlreiche Villen zeugen. Im Stadtinneren steht der Kammerhof, der ehemalige Sitz des landesfürstlichen Salzamts. Das Schloss Ort wurde durch eine Fernsehserie bekannt und liegt wunderschön an einer alten Holzbrücke. Südlich von Bad Ischl befindet sich Altaussee am gleichnamigen See. Das alte Salzbergwerk (Lichtersberg 25, kostenloser Parkplatz) aus dem 8 Jhdt. sollte man sich bei einer zweistündigen Führung durch die alten Stollen, auf Rutschen und an unterirdischen Seen vorbei zeigen lassen (von Gmunden B145 bis Bad Ischl und dann weiter links auf der B145 bis nach Altaussee, 57 km). Durch die faszinierende Gegend des Salzkammergutes und an den Ufern des Hallstätter Sees fährt man nun gemächlich nach Hallstatt (B145 nach St. Agatha, dann links auf die B166, 24 km). Der romantische Ort wurde 1996 mitsamt seiner Umgebung zum Weltkulturerbe ernannt – und das zu Recht. Die alten Fischerhäuser direkt an der Wassergrenze des Sees geben dem Ort einen unverwechselbaren Charakter. An der Nordseite der Pfarrkirche findet man ein altes Gräberfeld mit Beinhaus – das ist schaurig, aber gleichzeitig beeindruckend. Im Gegensatz zu allen anderen Orten der Tour ist hier die Ortsdurchfahrt und somit auch das Parken im Ortskern nicht erlaubt. Ein Parkleitsystem führt die Besucher spielend einfach zu den zahlreichen Parkflächen. Nach Salzburg zurück sind es nun noch 78 km auf der B166, der A10 und B50.

Flachgau:
Fast noch ein Vorort von Salzburg, denn nur 7 km entfernt, scheint Anif zu sein (B150 gen Süden). Viel Grün und eine wunderbare Sicht auf die Berge machten den Ort nicht nur für Herbert von Karajan zu einer bevorzugten Wohngegend. Das Grab des großen Dirigenten ist auf dem Friedhof, an dessen Eingang ein Bronzeportrait an Karajan erinnert. Mitten durch das Gebiet des Flachgau führt die Route nach Faistenau (3 km B150 nördlich, dann rechts abbiegen und über Vorderfager, Hinterwinkl und Hinterebenau, 20 km). Auf einem Hochplateau gelegen verspricht die Sicht aus dem Ort hinein in die Berge einen überwältigenden Fernblick. Besonders von der Sausteigalm am Zwölferhorn ist der Blick auf den Wolfgangsee, den Mondsee und den Krotensee nur zu empfehlen. Mit dem Mietwagen kann man fast bis vor die Hütte fahren (über Tiefbrunnautal).

Blick ins Tal

Blick ins Tal| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Nächstes Ziel ist Fuschl am See (Hinterseestr. bis Baderluck, dann rechts auf die B158). Fuschl ist berühmt als Drehort für die Sissi-Trilogie mit Romy Schneider. Die unverbaute Natur am idyllischen Fuschlsee und die Berge im Hintergrund geben auch heute noch ein grandioses Fotomotiv ab. Schloss Fuschl diente einst als Jagdsitz und ist heute ein 5-Sterne-Hotel mit angeschlossenem Golfplatz. Henndorf am Wallersee (B158, hinter Hof bei Salzburg rechts abbiegen nach Irlach, dann links, 20 km) liegt an einem der wärmsten Badeseen Österreichs. In den Sommermonaten sollte man unbedingt eine kleine Schwimmpause einlegen und in einem der ältesten Gasthöfe des Landes, dem Caspar Moser Bräu, eine kleine Stärkung vor der Rückfahrt nach Salzburg zu sich nehmen (A1, 21,5 km).

Die schönsten Mietwagen-Touren in Österreich

Mittwoch, 21. Juli 2010

7-Seen-Tour durch Kärnten

Die Mitte Kärntens ist durch eine große Anzahl von idyllischen Seen, wie dem bekannten Wörthersee, geprägt. Sieben von ihnen lassen sich auf einer rund 230 km langen Auto-Tour erkunden. Dabei ist es natürlich jedem selbst überlassen, ob man die Strecke am Stück zurücklegt oder Übernachtungsstopps einlegt, wo immer es gefällt. Eines sei aber vermerkt: Die Region ist nicht unbegründet ein beliebtes Reiseziel, Hotels und Ausgehmöglichkeiten sind überall reichlich vorhanden – und wer Zeit hat kann hier viele Stunden, Tage oder auch Wochen verbringen, ganz sicher, ohne sich zu langweilen.

Beginn ist gleich an einem der wärmsten Seen Österreichs, dem Pressegger See. Seine geringe Wassertiefe von nur 3,4 Metern ist „schuld“, dass der See bereits im Frühsommer Wassertemperaturen zwischen 22 und 24 Grad erreicht. Angenehm!

Über die B87 geht es von dort in 35 Minuten an den Weißensee, dem höchstgelegenen Badesee der Region. Im glasklaren Wasser mit Trinkqualität lässt es sich wunderbar tauchen, baden, wasserklippenspringen und wasserskifahren.

Bootshaus am Weißensee
Bootshaus am Weißensee| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Das nächste, 52 km entfernte Ziel ist der Millstätter See. Besiedelt ist nur das Nordufer des zweitgrößten Sees Kärntens mit seinen Ortschaften Seeboden, Millstatt und Döbriach. Besonders schön und romantisch ist es, mit einem Ruderboot die nahezu unberührten Buchten des Südufers zu entdecken.

Herrlicher Blick auf den Millstätter See
Herrlicher Blick auf den Millstätter See| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Über die Tauern-Autobahn liegt 50 km weiter an der Ausfahrt Villach der Ossiacher See. Fast alles ist an diesem 10 km langen See möglich: Segeln, Surfen, Wandern, Mountainbiking, Schwimmen, Wasserski oder sogar eine Runde Golf.

Mit der Kanzelbahn ins Tal.Blick auf den Ossiacher See
Mit der Kanzelbahn ins Tal.Blick auf den Ossiacher See| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Kleiner, aber ebenso malerisch und verträumt ist der nur 30 Minuten weiter südlich gelegene Faaker See. Der im Privatbesitz befindliche See mit kristallklarem und türkisfarbenem Wasser ist ein von Individualtouristen gern frequentiertes Naturerholungsgebiet. Eingebettet in die hügelige Landschaft und umgeben von eindrucksvollen Bergen gilt er bei vielen Reisenden als der schönste See Kärntens.

Sonnenuntergang am Faakersee
Sonnenuntergang am Faaker See| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Nur 17 km beträgt die Distanz zwischen ihm und dem Wörthersee, der mit dem Mietwagen als nächstes angefahren wird. Klagenfurt, die Landeshauptstadt von Kärnten, ist der bekannteste Ort am See – und auch der größte. Neben diversen Wassersportmöglichkeiten ist auch die Architektur der Seevillen und der Bade- und Bootshäuser aus der K.u.K.-Zeit rund um das Gewässer den Besuch wert.

Panorama vom Wörthersee
Panorama vom Wörthersee| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Am Klopeiner See endet die Route nach einer letzten Teilstrecke von 50 km. Er gilt als Europas wärmster Badesee mit einer Wassertemperatur von bis zu 28 Grad. Da möchte man nur noch reinspringen, anschließend an einem der vielen Strandbäder trocknen und die Sonne auf den Bauch scheinen lassen – und später am Buffet (österreichisch für Imbissstand) die obligatorischen Kärntner Kasnudeln probieren.

Seerosen im Klopeiner See
Seerosen im Klopeiner See| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0