Archiv für die Kategorie ‘Norwegen’

Mietwagen-Tagesausflüge ab Oslo

Mittwoch, 18. April 2012

Eingebettet in eine ergreifend grüne Natur am Ende ein Fjordes liegt Oslo. Die Hauptstadt Norwegens ist beliebtes Reiseziel für Touren in das wasserreiche Land, ist aber auch als Städtereiseziel gern angeflogenes Domizil. Mit einem Mietwagen kann man das Sightseeing der Stadt mit Tagesausflügen in die nahe Umgebung verbinden. Ein paar Tipps stellen wir gerne vor:

Von Oslo nach Drobak:

Einen Querschnitt Ostnorwegischer Landschaft sieht man, wenn man mit dem Mietwagen von Oslo nach Drobak fährt. Die 35 Kilometer führen in großen Teilen am Bunnefjord vorbei, danach wechseln sich Wald- und Seelandschaften ab (E18, Rv190, E6, Rv23, Rv152). In Drobak wohnt nicht nur der norwegische Weihnachtsmann, sondern auch schwerreiche Norweger und namhafte Künstler. Es ist eben so wunderhübsch in dem kleinen Städtchen, dass jeder dort wohnen möchte. Entsprechend teuer werden die Häuser vermietet oder verkauft. Bummelnd durch den Ort verbringt man den Vormittag in Drobak. Der Nachmittag sollte für den interessanten Freizeit- und Fischereihafen reserviert werden. Um nicht den gleichen Weg wie die Hinreise zu nehmen, lenkt man den Mietwagen links um den Fjord, um nach Oslo zurück zu kommen. So wird auch diese Fahrt zu einem tollen Erlebnis (60 km, Rv152, Rv23, Rv165, E18).

Oslofjord

Oslofjord

Von Oslo zum Blaafarveverket:

Das Blaafarveverket, zu deutsch Blaufarbenwerk, befindet sich in der Nähe von Modum und war der erste große Chemiebetrieb Skandinaviens. Heute ist das Werksgelände Freilichtmuseum und Kunstgalerie. Um das Werk zu erreichen, fährt man ab Oslo etwa 90 Kilometer, was anderthalb Stunden Fahrtzeit entspricht. Bei diesem Tagesausflug wird der Mietwagen ganz idyllisch am Tyrifjord entlang gesteuert. In aller Ruhe ist es möglich, das Wasser, die grünen Wiesen, den blauen Himmel und die frische Luft zu genießen, denn Hektik gibt es hier nicht auf der Straße. Das alte Werk liegt dann ebenso wundervoll am malerischen Fluss Simoa. Zu ihm gehört auch der Wasserfall Haugefoss, den man nach einigen Minuten Fussmarsch vom Direktorenhaus aus erreicht. Dank des Mietwagens ist es möglich, auch die Gruben von Skuterudasen zu besuchen. Gar nicht die Gruben sind das Erlebnis sondern die Fahrt dorthin. Von kleinen Picknickplätzen gespickt, findet sich eine Landschaft aus kleinen Seen und Steinbrocken. (E18, Rv282, Rv285, Rv284, Fv144, Rv287).

Fjord in Norwegen

Fjord in Norwegen

Von Oslo nach Sandefjord:

120 Kilometer und etwa anderthalb Stunden braucht man bis in die einstige Walfängerhochburg Sandefjord. Begleiter des Weges ist auch auf dieser Mietwagen-Tour jede Menge Wasser und eine saftige Natur, wie sie nur in Norwegen vorzufinden ist. Heute lebt Sandefjord nicht mehr vom grausamen Walfang. Lediglich ein Museum und ein Monument an der Strandpromenade erinnern noch an die Zeit, die bis weit in die 1960er Jahre aktuell war. Sandefjord ist modern und interessant. Ein Strandbad am Fjord macht vor allem Kindern im Sommer großen Spaß. (E18, Rv305).

Der Süden Norwegens

Mittwoch, 06. April 2011

Einmal nach Norwegen, einmal mit dem Auto entlang der vielen Fjorde fahren, die umgeben von Gletschern und Gebirge schon auf Fotos Lust auf Urlaub machten, das ist der Traum vieler. Diesen Traum zu leben ist gar nicht schwer: Flug nach Oslo, Mietwagen abholen und über die seenbedeckte Telemark und Bergen in den südlichsten Teil des Landes aufbrechen und dann in Kristiansand den Mietwagen einfach wieder zurück geben. Vier Tage braucht es schon, all die Bilder der Strecke eindrucksvoll wirken zu lassen, vier Tage im wundervollen Einklang mit der Natur.

Staudamm bei Lillehammer

Staudamm bei Lillehammer

Das erste Etappenziel nach dem Start in Oslo ist Lillehammer. Empfehlenswert ist die Route, die nicht über die Autobahn verläuft (175 km, Rv4 Richtung Norden, Ausfahrt Richtung Stryken, Fv16, dann wieder Rv4, am Einavatnet rechts auf RV244, weiter auf Rv33, im Kreisverkehr wieder auf Rv4/Lillehammer). Unzählige Flüsse und Flussarme liegen auf dem Weg und auch 4 große Seen, wobei die letzen 50 km in direkter Nähe und staunenswert zu Norwegens größtem See, dem Mjosa-See, verlaufen. Lillehammer selbst, international bekannt durch die olympischen Winterspiele 1994, ist klein, hübsch farbenfroh und überschaubar. Interessant auch für sportlich Uninteressierte ist der Olympiapark und besonders die mächtige Skisprunganlage oder auch eine Talfahrt auf der Rodelbahn. Am nördlichen Rand der Telemark verläuft die Strecke weiter bis Flam (278 km, E6 Richtung Oslo, Ausfahrt auf Rv250 Richtung Dokka, rechts auf Rv33, weiter auf E16, links nach Flam). Dabei durchfährt man mit dem Mietwagen so etwas wie ein kleines Weltwunder, denn der Laerdalstunnel mit seiner Länge von 24,5 km ist der längste Straßentunnel der Erde. Nötig gemacht hat ihn das viele Wasser, das sich seinen Weg immerzu unentschlossen durch das südliche Norwegen zu suchen scheint. Flam, der Miniort am herrlichen Aurlandsfjord, bietet sich für eine Übernachtung an, z.B. im niedlichen Hotel Fretheim ganz nah am Wasser.

Hafen in Bergen

Hafen in Bergen

Weiter durch die überbordende Natur und Wasser in allen Variationen sind es nach Bergen noch 170 km (E16 in westlicher Richtung). Mit ein wenig Glück kommt das Wasser in der statistisch regenreichsten Stadt der Welt nicht von oben, sondern die Sonne lugt hervor. Dann ist es am Hafen ganz wundervoll, jeder sitzt auf den Außenstühlen der Cafés und Restaurants und lässt es sich gut gehen. Kurz unterhalb von Bergen befindet sich Troldhaugvegen und dort im Troldhaugveien 65 das Sommerhaus des Komponisten Edvard Grieg (10 km, Fjøsangerveien/E39). Fjorde, Wasserfälle, Seen, wohin man nur schaut, schneebedeckte Gipfel und bewaldete Hügel, all das, zu schön, um es in Worte zu fassen, zeigt sich bei einem Blick aus dem Mietwagen auf den folgenden 160 km nach Tyssedal, die zum Teil auch mit der Fähre zurück gelegt werden (Rv582, dann Rv580, bei Indre Arna im Kreisel erste Ausfahrt auf E16, dann Rv7, auf Fähre Kvanndal-Kinsarvik, rechts auf Rv13). Das Wasserkraft- und Industriemuseum gibt Einblicke in die Entwicklung der für Norwegen so wichtigen Geschichte der Wasserkraft.

Leuchtturm bei Kristiansund

Leuchtturm bei Kristiansund

67 km weiter südlich beginnt in Gauttun die bergige und wildromantische Fahrt am Ufer des Suldalsvatnet (Rv13, links auf E134). Vorher noch fällt, kurz bevor der Weg auf die E134 abzweigt, der Latefossen in einem 400m breiten Wasserfall direkt neben der Straße in den Fluss. In Sand (46 km ab Gauttun, Rv13) lässt sich der Alltag der Menschen eines Fjordorts nachempfinden. Bis Sandness überwiegen noch einmal die Fjorde, bis die Landschaft flacher, sandiger und düniger wird (123km, Rv13, Fähre Stavanger-Tau, Rv509). In Küstennähe bis Egersund, bietet sich immer wieder die Gelegenheit, mit dem Mietwagen an einen der tollen Strände zu fahren (70 km, Rv44). Ebenso rund um Mandal laden die vielen Strände zum Badevergnügen ein, aber auch die Altstadt, bestehend aus landestypischen Holzhäusern, und ein Bummel durch die Stadt haben durchaus ihren Reiz. 48 Kilometer sind es mit dem Mietwagen noch zu fahren, um nach Kristiansand zu kommen (E39). Sand, Strand, Meer und stabiles Wetter mit Sonnenschein, das ist Kristiansand. Deshalb nennt sich die Stadt auch „Mittelpunkt der Riviera des Nordes“ und ist perfekt für das Ende der Reise mit  einem faulen Tag am Strand des Schärengartens am Skagerrak.