Der Luganer See befindet sich etwa je zur Hälfte auf schweizerischem und italienischem Boden. Trotzdem kann man natürlich einmal drum herum fahren. Eine Rundfahrt mit dem Mietwagen hat etwa 150 Kilometer. Das kann man an einem Tag schaffen, oder man dehnt die Autoreise auf mehrere Tage aus. Denn es gibt viel zu sehen rund um den See und die Ausblicke von den Anhöhen auf Italien und die Schweiz sind zu schön, um sie nicht ausgiebig zu genießen.

Monte San Salvatore bei Lugano
Man beginnt die Tour in Melano auf Schweizer Gebiet. Melano war im Mittelalter ein wichtiger Hafen und noch heute sind einige Herrschaftshäuser aus dieser Zeit erhalten. Nur fünf Kilometer ist die erste Etappe nach Bissone lang, doch der erste Eindruck vom See ist schon sehr eindrucksvoll. Im ruhigen, blauen Wasser spiegeln sich die nahen Berge, die je nach Jahreszeit grün oder weiß leuchten (Route 2). Bei der Weiterfahrt nach Campione d’Italia fällt die dichte Bebauung auf, die sich hoch in die Hänge zieht (3 km, Via Campione). Jetzt geht es hinauf in die Höhenlagen nach Lanzo d’Intelvi. Den Mietwagen bewegt man ruhig auf den schmalen Straßen, die sich in engen Kurven durch die Landschaft schlängeln. Von hier oben sieht man den Luganer See zum ersten Mal in seiner vollen Pracht (15 km, Via Campione zurück, Route 3, Frazione Piazzo, Calfaree, Via Confine, Viale Campione d’Italia, Via Ceresola).
Weiter genießt man den Höhenblick auf den See und die Berge auf dem Weg von Pellio Intelvi über Laino (9 km, SP13). Dann flachen die Straßen wieder ab und die dichten Wälder der Region treten in den Vordergrund. Bei Claino Bassa fährt man mit dem Mietwagen wieder direkt am Wasser entlang und hat dafür die fantastische Sicht auf die hohen Berge der gegenüberliegenden Seite. Porlezza und Albogasio werden noch passiert, bevor man in Gandria wieder auf Schweizer Straßen fährt (20 km, SP14, SS340). Wie Bienenwaben kleben die Häuser in Gandria am Hang bis hinunter an den See. Das ist ein zugegeben etwas kurioser Anblick.

Lugano
In die heimliche Hauptstadt des Tessin nach Lugano fährt man nur 10 Minuten (5 km, Strada di Gandria, Via Riviera). Nachdem man den Mietwagen langsam über die Promenade Luganos chauffiert hat folgt einer der schönsten Abschnitte der Autofahrt: Durch das Scairolo-Tal fährt man durch Wald und Weinberge nach Barbengo (18 km, Riva Vincenzo Vela, Riva Paradiso, Route 2, Route 3, Via delle Scuole). Auch auf dem weiteren Weg über Agno, Ponte Tresa und Lavena Ponte Tresa lassen unbebaute und niedrig bewachsene Flächen großartige Blicke über den geschwungenen See und die massige Bergkulisse im Hintergrund zu (15 km, Route 3, Route 398).
Auch die folgenden 25 Kilometer stehen den vorangegangenen in keinster Weise nach. Noch immer kann man sich nicht satt sehen am See und der ländlichen Idylle, die ihn umgibt. Porto Ceresio, Brusino und Rive San Vitale, allesamt klein, schön und von südländischem Charme, sind die letzten Orte die mit dem Mietwagen durchfahren werden, bevor die Reise wieder in Melano endet (SP61, SS344, Via a la Poncia, Via Poiana, Via Stefano Franscini, Route 3, Route 2).






