Es gibt sie, diese Straßen mit dem unverkennbaren Blick auf das Weite, das Unbekannte, das Faszinierende. Straßen, bei deren Verlauf sich vom Mietwagen aus die herrlichsten Panoramen abbilden. Mal sind sie nur kurz, mal erstrecken sie sich über etliche Kilometer und doch haben sie immer eines gemein – sie ergreifen uns zutiefst. Die schönsten Panorama-Strecken kann man z.B. hier entlang reisen:
Panorama-Route in Südafrika
Im Osten Südafrikas an den nördlichsten Ausläufern der Drakensberge verläuft eine faszinierende Straße. Seltene Felsformationen, steile Abhänge und ein weiter Blick ins Flachland machen die Panorama-Route zu einer der Perlen Südafrikas. Zahlreiche Wasserfälle regen immer wieder zu einem Stopp mit dem Mietwagen an. Berauschend schön sind die Bilder, wenn das Wasser aus höchster Höhe direkt aus dem grünen Dickicht in die Tiefe stürzt. Abrupt fällt das Highveld, das Inlandplateau, ab und macht die Sicht frei auf die phantastische, in 1.000 Meter Tiefe gelegene, Ebene des Lowveld. Die Strecke startet in Gaskop, führt dann nach God’s Window, dann zum Canyon bei Bourke’s Luck und endet bei den Three Rondavels (78 km, R533, R532, R534, R532, rechts an zum Viewpoint Three Rondavels). Graskop liegt etwa 370 Kilometer von Johannesburg entfernt und in der Nähe des Kruger Nationalparks.

Bourke´s Luck Potholes
Road to the Isels in Schottland
Das Bilderbuchpanorama dieser Strecke zeigt die schottischen Highlands von ihrer schönsten Seite. Beginnen wir in Fort William: Vom Mietwagenfenster aus sind die moosbewachsenen Hügel nicht weit, die kleinen Seen sind zum Greifen nah und im Hintergrund werden die Hügel zu kleinen, grasgrünen Bergen. Nachdem die Straße kilometerlang dem malerischen Loch Eilt gefolgt ist, erreicht sie die schottische Westküste. Von dort eröffnet sich ein traumhafter Blick auf die Inseln Rum und Eigg, die zu den Inneren Hebriden gehören. Weiter nördlich verläuft die Straße nun immer am Meer entlang, was besonders bei Sonnenschein einer Farbexplosion aus allen Blau-, Grün- und Weißtönen gleich kommt. Bei Morar gesellt sich noch ein Farbton hinzu: Silbrig schimmert der Strand und lässt das Blau des Meeres noch intensiver erscheinen. Wenige Kilometer weiter endet die Route am Hafen von Mallaig (70 km, A82, A830, hinter Arisaig links auf B8008, A830).

Mallaig Hafen
Kaunertaler Gletscherstraße in Österreich
Zu allererst: Die Hochgebirgsstraße mit dem Panorama-Blick ist mautpflichtig. Doch die 22 EUR sind es wert, ausgegeben zu werden. Im Winter ist die Mautgebühr im Skipass inkludiert, denn die Straße führt zu einem beliebten Wintersportgebiet. Im Sommer freut man sich über den guten Ausbau der Strecke. So lässt sich die Fahrt im Mietwagen richtig auskosten und man muss keine Angst vor dem Gegenverkehr haben. In 29 Kurven führt die Gletscherstraße von Feichten bis zum 2.750 m hohen Weißenseeferner. Aus der Höhe ist die Sicht auf die Bergwelt einfach fabelhaft. Doch auch weiter unten, wenn die grünen Nadelbäume zögerlich den Blick freigeben auf den Gletschersee, ist die Sicht erholsam schön. Manchmal sind die Kuppen der Berge noch mit Schnee bedeckt und die ganze Landschaft sieht aus wie aus einem Kitsch-Roman. Das kann es doch einfach nicht geben, möchte man meinen. Und rechnet doch jeden Augenblick damit, Heidi und den Almöhi fröhlich nach dem Geißenpeter rufen zu hören. (28 km, Kaunertaler Gletscherstraße folgen, bis es nicht mehr weiter geht).





