Archiv für die Kategorie ‘Deutschland’

Entlang des Rheins zur Bundesgartenschau

Donnerstag, 10. März 2011

Alle zwei Jahre findet die Bundesgartenschau statt. Im Jahr 2011 in Koblenz. Das einst triste und mit dem Charme eines Krankenhausflures vergleichbare Terrain rund um das deutsche Eck und das Kurfürstliche Schloss zeigt sich

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Unterwegs mit dem Rhein – Rheingau und Mittelrhein

Mittwoch, 19. Januar 2011

„Zieh nicht an den Rhein, mein Sohn, ich rate dir gut: Da geht dir das Leben zu lieblich ein, da blüht dir zu freudig der Mut!” (Karl Simrock). Man muss ja nicht gleich an den Rhein ziehen, aber hinfahren und seinen Lauf begleiten, das sollte man doch unbedingt einmal tun. Denn die Ausblicke hier sind wirklich lieblich: die Mischung aus Berg, Land, Fluss und Tal ist so abwechslungsreich, das das Staunen kein Ende nimmt. Burgen säumen den Weg rechts und links des breiten Flusses und wer an einem sonnigen Tag mit einem Mietwagen seine Ufer hinab fährt, kann sie während der Fahrt ausgiebig bestaunen.

Rhein bei Bonn
Rhein bei Bonn

In Wiesbaden beginnt die genussvolle Fahrt im Stadtteil Schierstein. Von hier geht es über eine Landstraße direkt an den Rhein, nach Walluf – hier liegt der Anfang des schönen Rheingaus (Söhnleinstraße – geht in K638 über, der Straße direkt am Rhein). Schon sieht man die ersten Weinberge, zur linken fließt der Fluss und nach 4 km ist Eltville erreicht. Man kann die Stadt mit dem Mietwagen durchfahren und erhält einen ersten Eindruck des romantischen Ortes. Oder man parkt auf einem der vielen ausgeschilderten Parkplätze und erläuft sich den mittelalterlichen Stadtkern bis zum Rhein, hält sich dann links und sieht sich noch das Kurfürstliche Schloss Eltville an. Wieder im Mietwagen geht es weiter geruhsam entlang des Rheins. Kurz vor Oestrich-Winkel steht unauffällig direkt am Ufer der Oestricher Kran, ein barocker Hafenkran, der einst zur Verladung von Weinfässern verwendet wurde und heute unter Denkmalschutz steht.

10 km entfernt befindet man sich schon inmitten des Städtchens Rüdesheim, das zwar sehr schön, aber deshalb auch oft sehr überlaufen ist. Die Drosselgasse sollte man sich trotzdem nicht entgehen lassen. Sie geht von der Uferstraße rechts ab, kann aber mit dem Mietwagen nicht befahren werden. Parkplätze stehen überall zur Verfügung. Ein großes Vergnügen ist die Überfahrt mit der Rheinfähre nach Bingen, die von Rüdesheim ablegt. In nur wenigen Minuten ist man auf der anderen Seite des Rheins und damit auch nicht mehr in Hessen, sondern in Rheinland-Pfalz.

Rüdesheim und Bingen
Rüdesheim und Bingen

Nach diesem Ausflug fährt man nun weiter flussabwärts nach Bacharach mit Blick auf die Burgen und gigantischen Weinberge des Rheingaus zur Rechten, und nimmt wieder die Autofähre auf die gegenüberliegende Seite nach Kaub. Nun sieht man schon, wie der Rhein unruhiger wird, seine Biegungen größer, die Kurven enger. Die berühmte Loreley, der Schieferfelsen mit sagenumwobener Geschichte, ist nicht mehr weit. Zu seinem Gipfel gelangt man, indem man der Beschilderung „Siedlung Loreley“ folgt. Der Blick von hier auf den Rhein mit den gefährlichen kleinen Felsen im Wasser, auf die Burg Katz und Sankt Goarshausen ist so herrlich, dass man schnell vergisst, dass auch andere diesen Punkt als magisch empfinden – und Menschenleere nur selten anzutreffen ist.

Die B42 führt ab Sankt Goarshausen 45 km dicht am Wasser entlang, an unzähligen Weinbergen, Burgen und Schlössern vorbei und begleitet von Schiffen aller Art fast bis Koblenz. Noch ein kleines Stück B49 in Richtung Koblenz Zentrum sind zu bewältigen, bis man in der Stadt mit dem Deutschen Eck angekommen ist. An der kleinen Landzunge mündet die Mosel in den Rhein, ihr gegenüber liegt unübersehbar die Festung Ehrenbreitstein, die seit Juni 2010 und noch bis November 2013 vom Deutschen Eck über eine Seilbahn zu erreichen ist. Ab Koblenz führt die B9 in 20 km linksrheinisch erst mal vom Rhein weg bis Andernach im Neuwieder Becken. Neben dem historischen und wunderschönen Kern der Stadt, zieht der Geysir Andernach auf einer Rheininsel am Ortsteil Namedy die Besucher an. Die B9 führt nun wieder am Rhein entlang, das Land wird flacher, der Flusslauf gerader. Die Ausläufer des Mittelrheins sind nicht minder schön. Die malerischen Städte Bad Breisig, Sinzig und Remagen sind verbunden durch schönste Landschaftsszenerien, zwischen Bad Honnef und Königswinter auf der rechten Seite des Rheins steht eindrucksvoll der Drachenfels am Ufer des Stroms.

Koblenz aus einer Seilbahn der Buga
Koblenz aus einer Seilbahn der Buga

In Bonn endet die Mietwagentour, als auch das Mittelrheintal. Ab hier fängt die Kölner Bucht an, die eine eigene Tagestour verdient. (Gesamtlänge ca. 150 Km, 3 Std.)

Tagestouren ab Berlin

Mittwoch, 08. Dezember 2010


Brandenburger Tor
Brandenburger Tor

Potsdam
Von Berlin nach Potsdam ist es nicht weit. Prominente Deutsche wie der Designer Wolfgang Joop oder der Moderator Günther Jauch haben sich in der schönen Stadt niedergelassen, da sie in dem ruhigen, fast ländlichen Leben verbunden mit der Nähe zur Hauptstadt  einen idealen Lebensraum gefunden haben. Viele Städter machten es ihnen nach und so wurde Potsdam nach der Wiedervereinigung wieder zu dem, was es einst schon war: Ein schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, Flair, Kunst, Kultur und Shoppingerlebnissen. Man fährt mit dem Mietwagen nur gut 40 Minuten von Berlin (35 km auf der A115) und befindet sich schon inmitten der Schlösser, Gärten und Parks. Das holländische Viertel verzaubert mit kleinen, netten Geschäften und einer Fülle an Restaurants und Bars. Im Marmorpalais befindet sich die größte Wedgewood-Porzellan-Ausstellung außerhalb Englands. Das Filmstudio Babelsberg, wo schon Greta Garbo und Marlene Dietrich ihre erfolgreichsten Filme drehten, ist zu einem Filmpark ausgebaut worden. Gleich dem Konzept der großen Hollywood-Studios, lassen sich zahlreiche Attraktionen wie eine Shuttlebus-Tour, Stuntshows oder 4-D-Aktion erleben. Allein für den Filmpark sollte man 4-5 Stunden einplanen. Das berühmte Schloss Sanssouci und den angeschlossenen Park darf man sich nicht entgehen lassen: Friedrich II. verlebte einen Großteil seines Lebens auf dem Schloss, das heute selbst im Inneren weitestgehend so erhalten geblieben ist, wie der alte Fritz es schuf. In den Weinbergen Sanssoucis befindet sich auch seine Gruft. Das letzte Hohenzollern-Schloss Cecilienhof, das durch die Potsdamer Konferenz zur Weltgeschichte beitrug, ist gleichermaßen interessant, wenn auch weniger aus architektonischer, denn aus zeitgeschichtlicher Sicht. Der Konferenzsaal von 1945 und die Arbeits- und Beratungsräume der damals anwesenden Politiker wie Churchill und Stalin sind erhalten geblieben und zur Besichtigung freigegeben.

Allen Sehenswürdigkeiten in Potsdam sind Parkhäuser oder Parkplätze zugeordnet,   die durch ein Parkleitsystem ausgeschildert sind. Die Suche nach einem Parkplatz für das Mietauto gestaltet sich also einfach und schnell.

Regierungsviertel

Regierungsviertel

 

Lutherstadt Wittenberg
Nach der Wende ist Wittenberg schöner denn je zuvor: Die historischen Bauten wurden restauriert, die Fassaden der meisten Häuser ebenfalls und die Stadt blüht im alten Charme neu auf. Die 110 km von Berlin nach Wittenberg fahren sich im Mietwagen in gut 1 ½ Stunden (erst A115, dann bei der Anschlussstelle zur A10 Richtung A10 und dann A9 Richtung München/Leipzig fahren, bei Ausfahrt 6 Richtung Raben/Wiesenburg, dann den Schildern bis nach Wittenberg folgen). In der Altstadt befinden sich die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Reformationsstätten Martin Luthers, Philipp Melanchtons und Lucas Cranachs. Besonders im 16. Jhdt. erlebte Wittenberg eine Blütezeit und die Stadt wurde zum Zentrum politischen und kulturgeschichtlichen Wirkens. An die Schlosskirche soll Luther einst seine 95 Thesen gegen den Handel mit Ablassbriefen geschlagen haben. An der Universität lehrten einst die Reformatoren Luther und Melanchton und verliehen ihr große Bedeutung, auch über Deutschland hinaus. Das Melanchtonhaus, das Hamlethaus, die Cranachhöfe und das alte Rathaus sind nur einige der Sehenswürdigkeiten Wittenbergs, zu entdecken gibt es überall etwas. Unbedingt besuchen sollte man die Luthereiche im Osten der Altstadt, die genau die Stelle markiert, an der sich Luther durch einen symbolischen Akt von der römischen Kirche trennte. Aber nicht nur historisches gibt es zu bewundern. In der Schillerstraße befindet sich das Luther-Melanchton-Gymnasium in einem aufregenden Bauwerk. Der Künstler Friedensreich Hundertwasser schuf aus einem alten Plattenbau ein bewohnbares Kunstwerk in dem ihm typischen Stil aus bunten Steinen, verschiedensten Formen, Zwiebeltürmen und Goldkugeln. Einen Parkplatz für seinen Mietwagen findet man in der ganzen Stadt auf ausgeschilderten Parkplätzen, die alle zentral gelegen und gut zu erreichen sind.