Archiv für die Kategorie ‘Australien’

Western Australia – Mit dem Mietwagen von Perth nach Broome

Mittwoch, 16. Februar 2011

Western Australia hat alles, was das Urlauberherz in Australien begehren mag: traumhafte Strände, einsames Outback, dicht bewucherten Urwald, riesige Schluchten und gastfreundliche Bewohner. Mindestens 14 Tage Zeit sollte man sich nehmen, um den größten australischen Bundesstaat zu bereisen, z.B. auf einer Mietwagentour von Perth nach Broome, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten.

Unsere Reise beginnt in Perth

Unsere Reise beginnt in Perth

Bild: Stuart Sevaste, CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Auf der neu geteerten Küstenstraße fahren Sie am ersten Tag mit dem Mietwagen von Perth entlang des Meeres nach Lancelin (102 km, Mitchell Freeway, dann Route 60, bei Lancelin Rd links abbiegen), wo Sie die bis zu 15 m hohen Sanddünen sehen können. Nach Cervantes, dem ersten Etappenziel, fahren Sie nun noch 130 km (Indian Ocean Drive). Vor der Nachtruhe steht ein Besuch der Pinnacles im Nambung-Nationalpark an, verwitterte Kalksteinsäulen, die besonders bei untergehender Sonne einen sagenhaften Reiz versprühen. Dem küstennahen Indian Ocean Drive weiter folgend, fährt man bei Eneabba links auf den Brand Hwy (Route 1). Nach 250 km ist Geraldton erreicht, vorher sollten Sie aber in dem kleinen Fischerdorf Dongara mit fast griechischem Flair Meeresluft schnuppern. Geraldton steht für Fischfang und Hummerzucht. Hier keinen frischen Hummer zu probieren, grenzt an Frevel.

Fischer in Geraldton

Fischer in Geraldton

Bild: Don Pugh, CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Durch beeindruckende Wälder aus Eukalyptusbäumen, über freie Ebenen und vorbei an kleinen Salzseen fahren Sie mit Ihrem Mietwagen in 2 Stunden und 160 km nach Kalbarri (North West Coastal Hwy, bei Stephen St links, Port Gregory Rd, Red Bluff Rd). Besonders ab der Port Gregory Rd ist die Strecke aufregend zu fahren, da sie an unglaublichen Felsformationen vorbei führt. Kalbarri selbst verfügt über viele kleine, unberührte und dennoch saubere Strände. Monkey Mia heißt der nächste Zielort, den Sie ab Kalbarri über die Kalbarri Rd und die Route 1 in 400 km erreichen. Die Route 1 verlassen Sie bei Overland Richtung Denham und fahren dann das letzte Stück auf der Monkey Mia Rd. Der Weg führt Sie an den Salzwasserbecken des Hamelin Pool und seinen Stromatolithen vorbei, auch an roten Sandsteinfelsen und riesigen Muschelbänken. In Monkey Mia auf der Peron Halbinsel kommen die Delphine bis an den Strand. Übernachten sollten Sie in Denham.

Delphin Fütterung am Strand von Monkey Mia

Delphin Fütterung am Strand von Monkey Mia

Bild: Rainer Körner, CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Nun fahren Sie weiter in das 550 km entfernte Coral Bay. Den Mietwagen steuern Sie auf der Route 1 aber erst nach Carnarvon, wo ein traumhaftes Küstenstück endet. Durch weite Pampa, Dünen und niedrige Wälder ist die weitere Strecke (Route 1 und Minilya-Exmouth Rd) ein Genuss für das Auge. Coral Bay ist eines dieser noch kaum erschlossenen Paradiese, in der Ruhe Suchende „echte“ Erholung finden. Der Mount Augustus ist der größte Monolith der Erde, zweieinhalb mal größer als der Uluru. Er liegt im Mount Augustus National Park (520 km, North West Coastal Hwy, kurz vor Yannarie rechts ab). Durch das unendliche Outback mit der Great Sandy Wüste fahren Sie mit Ihrem  Mietwagen in die alte Minenstadt Newman (520 km, erst in östlicher Richtung, bis die Straße auf den Great Northern Hwy stößt, dann links). Von hier starten Sie bequem in den Karijini National Park, der einfach nur überwältigend ist (250 km, Great Northern Hwy, dann links in den Karijini Dr). Flüsse durchziehen die Bergwelt, Schluchten lassen in die Tiefe blicken und hier gibt es die abenteuerlichsten Badestellen Australiens. Da der Park so schön, so abwechslungsreich ist und auf vielen Wegen mit dem Mietwagen erkundet werden kann, lohnen sich mindestens zwei Tage Aufenthalt, bevor Sie Ihren Weg durch die Pilbara nach Port Hedland fortsetzen (400 km, Great Northern Hwy nach Norden, Wilson St, Wedge St).

Wüstenidyll in Broome

Wüstenidyll in Broome

Bild: Kat Clay, CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Den größten Eisenerzhafen findet man in Port Hedland. In der Umgebung sieht man immer wieder riesige Salzberge, die aufgrund ihrer Größe zu einer kleine Sensation wurden. Das Ziel, Broome, ist nun noch 610 km entfernt, die Aussicht unterwegs entschädigt gründlich für die fast sieben Stunden lange Fahrt. Der Great Northern Hwy, der von Port Hedland bis nach Broome reicht, verläuft nah der Küste. Begleitet werden Sie von den riesigen Road Trains, die die gerade Ebene nutzen, um gefahrlos ihre Güter wie Vieh, Heuballen oder ganze Häuser zu transportieren. Der letzte Abschnitt setzt nochmal dort Akzente, wo der Sand der Great Sandy Wüste auf den Ozean trifft. Wie Krakenarme sehen die zerklüfteten Rinnsale im Sand aus.

Australien/New South Wales – Mietwagentour

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Im australischen Bundesstaat New South Wales lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung des gesamten Landes. Mit seiner Hauptstadt Sydney, dem Küstengebirge und der traumhaften Ostküste am Pazifik zählt er zudem zu den für Touristen attraktivsten Urlaubszielen Down Unders. Entlang des Pacific Highways von den Blue Mountains im Süden bis zur Byron Bay im Norden, lässt sich dieser Teil Australiens mit dem Mietwagen auf traumhaften Routen bereisen.

Skyline von Sydney

Skyline von Sydney| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Die Blue Mountains bzw. der Blue Mountains National Park liegt 110 km westlich von Sydney. Die Tour beginnt man am Besten in Sydney und nimmt dort nach ein oder zwei Tagen Sightseeing seinen Mietwagen entgegen. Man fährt die M2 und dann auf die M7 in Richtung Windsor/Liverpool/Canberra. Ab der Ausfahrt Richtung Penrith/Blue Mountains ist das Ziel bereits ausgeschildert. Die Route 32 führt direkt in den Nationalpark Blue Mountain. Seinen Namen erhielt das Gebirge von den dort wachsenden Eukalyptusbäumen, deren Blätter ein ätherisches Öl verdunsten, der sich häufig wie ein blauer Nebel über die Berge legt. In der Nähe der Kleinstadt Katoombas finden sich die Three Sisters, eine außergewöhnliche Felsformation und Heiligtum der Aborigines. Überall im Park befinden sich Parkflächen an Aussichtspunkten, um die Schönheit der Blue Mountains zu erfassen.

Valley of the Waters, Blue Mountains

Valley of the Waters, Blue Mountains| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Entweder führt die Tour nun nach Sydney zurück und über den Sydney-Newcastle Highway bis Newcastle (160 km), oder man entscheidet sich für die Strecke durch die Umgebung Sydneys Blacktown und Castle Hill, um bei Eastwood auf den Sydney-Newcastle Highway zu stoßen (200 km). Beide Strecken bringen den Reisenden durch typisch australische Landschaften auf langen und ruhigen Straßen. Newcastle wurde vom Reiseverlag Lonely Planet unter die Top 10 der Sightseeing-Städte für das Jahr 2011 gekürt, da ihr Dasein im Schatten Sydneys ungerechtfertigt sei. Die Strände sind wunderschön und punkten mit einem aufregenden Nachtleben. Im Vergleich zu der Weltstadt geht es dennoch viel ruhiger und besinnlicher zu. In direkter Nähe liegt auch Port Stephens, wo Wal- oder Hai-Watching in großer Vielfalt angeboten wird (55 km, Nelson Bay Rd, im Kreisverkehr erste Ausfahrt nach Soldiers Point Road nehmen und dann rechts halten auf die Mitchell St.).

Nelson Bay, Port Stephens

Nelson Bay, Port Stephens| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Entlang der Küste auf dem Pacific Highway ist nach 250 km Port Macquarie erreicht. Die Stadt ist eine der ältesten Siedlungen Australiens, hat kilometerlange Badestrände und bietet allerlei Wassersportvergnügen. In der Lord Street befindet sich das Koala Hospital. Wer ein Herz für Tiere hat, kann hier meist an die 30 Koalas besuchen, die durch Brände oder Verkehrsunfälle verwundet wurden und die im Hospital gesund gepflegt werden. Auf dem Board Drive am Pacific Drive 6 km nördlich der Stadt, kann man auf dem längsten Holzweg der Welt in bis zu 7 m Höhe über den Regenwald spazieren.

Der Dorrigo National Park, das nächste Ziel, liegt etwas landeinwärts der Küste (170 km, Pacific Highway bis Raleigh, dann im Kreisverkehr erste Ausfahrt Richtung Waterfall Way/Route 78). Der idyllische Park mit vielen Wasserfällen und Vogelbeobachtungswegen ist einen Besuch wirklich wert. Auch die Fahrt mit dem Mietwagen auf dem Waterfall Way verspricht entzückende Ausblicke auf natürlich entspringende Wasserfälle und tolle Naturerlebnisse. Caff Harbour, 70 km entfernt und in 50 Minuten über den Waterfall Way und den Pacific Higway in nördlicher Richtung erreicht, ist ein hübsches Hafenstädtchen, dessen berühmteste Attraktion eine Betonbanane „Big Banana“ ist. Sie huldigt die Verdienste des gelben Obstes, dem die Stadt ihren Reichtum verdankt. Grafton liegt nicht mehr direkt am Meer, überrascht aber mit einer hübschen Architektur, die besonders in der Fitzroy Street zur Geltung kommt. Die Straßen der Stadt sind von Jacaranda-Bäumen gesäumt (85 km, Pacific Hwy Richtung Grafton). Das Ziel der Mietwagenroute, Byron Bay, taucht nach einem weiteren Teilstück von 160 km auf dem Pacific Hwy vor einem auf. Der Badeort bildet den perfekten Abschluss für eine abwechslungsreiche Reise im Mietwagen. Beim Bad im Meer vor der schönen Kulisse aus Bergen und Regenwald kann man so richtig entspannen. Den Abend ausklingen und richtig feiern lässt es sich in der Bay Street. Schöner kann ein Urlaub nicht enden.

Mit dem Mietwagen in der Byron Bay

Mit dem Mietwagen in der Byron Bay| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Australien – Outback und unendliche Weiten

Mittwoch, 24. November 2010

Von Adelaide, der Küstenstadt in South Australia, bis in die einzig größere Stadt des Northern Territory Alice Springs sind rund 1.500 km mit dem Mietwagen zurückzulegen. Für die Strecke sollte man sich ruhig Zeit nehmen, um die Natur, die Landschaft, die Menschen und die Geschichte des Landes kennen zu lernen. Unsere Empfehlung lautet, die Tour auf mindestens 7 Tage zu planen – aber natürlich klappt es auch in einem kürzeren oder längeren Zeitraum.

Oper von Sydney

Oper von Sydney| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Adelaide – als Startpunkt der Tour in die unendlichen Weiten Australiens und das atemberaubende Outback – sollte mehr sein, als nur ein Ankunftsort und Mietwagenannahmepunkt. Die multikulturelle Stadt, deren Einwohner offene und herzliche Menschen sind, ist von blühenden Gärten und Parks eingefasst. Viele Museen, Theater, Bars und traumhafte Strände versprechen ausgedehnten Freizeitspaß. Wein-Liebhaber mit Interesse für wunderschön gelegene, historische Dörfer sollten die Tour mit einer Fahrt in das Barossa-Valley, 55 km nördlich von Adelaide, beginnen (B31 George Rd bis Lyndoch, dann rechts auf B19 Barossa Valley Hwy). Weiter über das fotogene Clare Valley nach Port Augusta sind es 250 km (Richtung Kapunda, dann Tarlee, Main North Rd B82, hinter Guinare links auf den Clare Hwy B64, dann A1 nördlich). Die kleine Stadt mit 13.000 Einwohnern liegt direkt am Meer und den Bergen. Wegen des tollen Panoramas und der schönen Atmosphäre kommen jedoch nur wenige nach Port Augusta. Vielmehr dient die Hafenstadt als Ausgangspunkt für eine Fahrt in den Flinders-Range-Nationalpark (über Quorn, Willochra, Kanyaka, ab Hawker auf Wilpena Rd). Bizarre Felsformationen in unterschiedlichen Rottönen sind typisch für den weitläufigen Park. Tiefe Schluchten durchziehen das Gebiet. Am eindrucksvollsten ist sicherlich der Wilpena Pound, ein runder, riesiger Felsen in Form eines Amphitheaters.

Von Port Augusta führt die Tour dann nach Coober Pedy, das 540 km und 6 Stunden entfernt ist (Stuart Hwy A87). Der kleine Ort nennt sich selbst Opal-Hauptstadt der Welt und hat in der Tat das größte Aufkommen des Edelsteins. Tief in der Erde befinden sich die Steine, was die vielen tiefen Löcher im Ort erklärt. Viele Bewohner Coober Pedys leben in den stillgelegten Höhlen der Ausgrabungen. Auch Kirchen und Hotels wurden in den Stein gebaut. In der Old Timers Mile werden Führungen angeboten, die sehr interessant sind (Crowders Gully Rd). Eine Besichtigung des Uluru, früher besser bekannt als Ayers Rock, ist das Highlight der Mietwagentour. Der Weg dorthin führt 700 km durch das rötliche Outback und der Blick geht in das unendlich weite Land  – genau hier stellt sich beim Reisenden meist ein grandioses Gefühl von Freiheit und Unendlichkeit ein (Stuart Hwy A87 bis Erldunda, dann rechts auf Lasseter Hwy). Die Fahrt bis zu der riesigen Felsinsel erfolgt über asphaltierte Straßen. Parkplätze, die über den ganzen Nationalpark verteilt sind, bieten Möglichkeiten für Pausen und Fotos sowie für die Betrachtung romantischer Sonnenuntergänge. Auch direkt am Uluru befinden sich Parkplätze, damit der Berg erkundet werden kann. Ein toller, 9 km langer begleiteter Rundweg um den heiligen Berg wird von den Aborigines angeboten. Wichtiger Hinweis: Einen Aufstieg auf den Monolithen sollte man tunlichst unterlassen. Die Ureinwohner empfinden das Betreten ihres Heiligtums als Ignoranz. Es ist nicht verboten, aber wer möchte die Kultur der Aborigines schon mit Füßen treten? Eine Stätte für die Nacht findet man im Nahen Yulara (Uluru Rd).

Stürmische Küsten vor Australien

Stürmische Küsten vor Australien| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Zum Kings Canyon sind es über gut ausgebaute Straßen noch 300 km (Lasseter Hwy, links in die Luritja Rd und weiter links halten um auf Luritja Rd/Ernest Giles Rd zu bleiben). Millionen von Jahren, Wasser und Klimaveränderungen haben Schluchten in den Sandstein gegraben, aus denen bis zu 270 m hohe Klippen hervorragen – ein beeindruckendes Naturereignis. Zwei Spazierwege stehen zur Auswahl, doch besonders bei Hitze ist der Anblick aus dem klimatisierten Mietwagen wesentlich komfortabler. Das Ende der Reise markiert Alice Springs, ein kleines urbanes Städtchen das trotzdem seinen ländlich-australischen Charakter behalten hat (320 km, zurück bis Stuart Hwy, dann rechts auf Stuart Hwy A87 bleiben, dann Gap Rd).