Archiv für die Kategorie ‘Australien’

Eine abwechslungsreiche Mietwagentour durch Queensland

Mittwoch, 16. Februar 2011

Der Bundesstaat Queensland im Nordosten Australiens ist etwa fünfmal so groß wie Deutschland, hat aber nur 4 Millionen Einwohner. Touren entlang der Küste bieten deswegen nicht nur ganz wunderbare Erlebnisse, sondern auch unvergleichliche und immer wieder neue Landschaften, sowie Abgeschiedenheit ohne Alltagshektik. Um die Reise optimal genießen zu können raten wir zu einer Einwegmiete, also Abholung und Rückgabe des Mietwagens in verschiedenen Städten. Also starten Sie Ihre Reise am besten in Cairns, fahren Sie die 1.700 km auf dem Great Pacific Drive in aller Ruhe und mit Stopps an den Highlights der Strecke in 8 Tagen bis nach Brisbane und geben Ihren Mietwagen dort zurück.

Cairns

Cairns

Von Cairns geht es in 350 km auf dem Bruce Hwy (A1) in südlicher Richtung nach Townsville. Vorbei kommen Sie dabei am Bellender Ker National Park mit dem zweithöchsten Berg Queenslands und schönen Wasserfällen, dem Urwaldgebiet Palmerston National Park, den Zuckerrohranbaugebieten rund um Innisfail und dem unglaublichen Badeort Mission Beach, wo die Bäume des Regenwaldes bis an den Strand reichen und einen Hauch Karibik versprühen. In Townsville sollte man den Abend an der zwei Kilometer langen Uferpromenade und die Nacht verbringen, bevor der Weg am nächsten Tag nach Airlie Beach führt (275 km, Bruce Hwy, bei Proserpine links nach Airlie Beach). Die Strecke immer nah am Meer, verspricht tolle Blicke auf gerader, langer Spur. Airlie Beach ist deshalb die nächste Station, da sich von dem kleinen Ort aus per Schiff die paradiesischen Whitsunday Islands erreichen lassen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in jeder Preiskategorie.

Blick auf Airlie Beach

Blick auf Airlie Beach

Am nächsten Tag nehmen Sie die 480 km auf dem Bruce Hwy nach Rockhampton in Angriff und passieren dabei Mackay mit schönsten Stränden und dem Eungella Nationalpark. In Rockhampton dominieren historische Gebäude, die zu einem Streifzug in die Vergangenheit einladen, besonders in der Quay Street. Aber auch als „Beef Capitol“ – Rinderhauptstadt ist die Stadt bekannt und so gute Steaks wie hier gibt es sonst nur selten (z.B. Cassidys Seafood & Steakhouse, 98 Victoria Parade). Immer tropischer werden die Umgebung und das Klima auf dem Weg nach Hervey Bay. Steuern Sie Ihren Mietwagen die 390 km auf dem Bruce Hwy durch weites Feld, und biegen Sie für einen Abstecher nach Bundaberg bei Gin Gin links auf die Bucca Rd. Am dortigen Mon Repos Beach legen die Schildkröten ihre Eier in den Sand. Im Ort direkt am Meer sieht man häufig Buckelwale vorbei schwimmen. Auch in Hervey Bay gibt es häufige Vorkommnisse von Buckel- und Pottwalen, außerdem starten hier die Ausflugsschiffe nach Fraser Island. Ruhen Sie sich aus, oder machen Sie eine Walewatching-Bootstour vom Urangan Boat Harbour aus. Am nächsten Tag geht es per Schiff nach Frasier Island. Wenn Sie einen Mietwagen mit Allradantrieb gemietet haben, können Sie Frasier Island auch mit dem Auto erkunden. 124 km lang ist die größte Sandinsel der Welt und 25 km breit. In den 52 Süßwasserseen lässt es sich herrlich planschen. Übernachtungen sind auch auf Fraser Island möglich.

Brisbane bei Nacht

Brisbane bei Nacht

Das letzte 300 km-Stück bis Brisbane bringt Sie zuerst entlang der Sunshine Coast nach Noosa Heads (190 km, Route 57, dann Bruce Hwy, Ausfahrt Richtung Cooroy/Noosa Heads), dem schönsten Badeort der australischen Ostküste. Gerne nennen die Bewohner ihre Stadt auch das „St. Tropez Australiens“, und sie haben recht, denn die Mischung aus Dünen, Sand, romantischen Buchten und viel Grün wirkt tatsächlich ein wenig wie die Stadt in Südfrankreich. Weiter an der Sunshine Coast fahren Sie bei Nambour vorbei an Ananasplantagen und im Hinterland können Sie die 12 Vulkane der Glass-House-Mountains sehen, die durch ihre tiefgrüne Bewaldung auffallen. Noch 1 ½ Stunden fahren Sie von Nambour nach Brisbane, immer auf dem Bruce Hwy und ab Brighton auf der M3 den Schildern nach Brisbane folgend. Queenslands Hauptstadt mit 1,8 Mio. Einwohnern ist ein pulsierendes Fleckchen mit tollen Einkaufsmöglichkeiten, vielen kulturellen Einrichtungen und einem spaßbringendem Nachtleben. Geben Sie Ihren Mietwagen nicht gleich zurück, sondern besuchen Sie noch das Lone Pine Koala Sanctuary in der Jesmond Road (Parkplatz vorhanden). Sie haben dort die einmalige Möglichkeit, einen Koala zu knuddeln oder auch mal eine Schlange in der Hand zu halten.

Eine Mietwagentour durch das faszinierende Northern Territory

Mittwoch, 16. Februar 2011

Auch wenn das Northern Territory als letzte Wildnisregion der Welt gilt, braucht man eine Mietwagentour in Eigenregie nicht scheuen. Die Straßen sind geteert und gut zu befahren. Die Orientierung fällt dank ausreichender Beschilderung leicht.

Für eine Tour von Alice Springs nach Darwin braucht es, mit genügend Zeit die Region vollends auszukosten, wenigstens sechs Tage Zeit.

Alice Springs

Alice Springs

Mitten im „roten Zentrum“ Australiens, das wegen seiner tiefroten Erde so genannt wird, liegt Alice Springs, wo die Mietwagentour mit dem Etappenziel Tennant Creek startet. Gefahren werden die 510 km auf dem Stuart Hwy in nördlicher Richtung. Nach nur wenigen Kilometern hat man den Wendekreis überquert und befindet sich dann in der tropischen Klimazone. Hinter Barrow Creek und direkt an der Straße ist das Devils Marbles Conservation Reserve mit seinen merkwürdigen Felsformationen zu finden. Rechts und links der Fahrbahn sieht man schon die „Teufelsmurmeln“, die von den Aboriginal People „Karlu Karlu“ (rundes Objekt) genannt werden. Dabei handelt es sich um aufeinander getürmte Felskugeln mit einem Durchmesser von bis zu sechs Metern. Die geologische Erklärung ist, das sie die Spitzen eines unterirdischen Granitmassivs sind – wildromantischer ist aber die Ausdeutung der Ureinwohner, die in dem Gebilde die Eier der sagenumwobenen Regenbogenschlange sehen.

Landstraße nach Tennant Creek

Landstraße nach Tennant Creek

In Tennant Creek ermöglicht der Bill Allen Lookout (Peko Rd, dann rechts in die Ambrose St) einen fantastischen Blick in die Goldgräber-Stadt und das Umland. Nach einer Nacht in einem Motel (z.B. Desert Sands Motel) am Stuart Hwy geht es ausgeruht die 650 km weiter nach Katherine mit einem kurzen Stopp im „bebenden Herz des Outbacks“, Daly Waters. In dem Minidorf mit 16 Einwohnern ist das älteste Pub des Northern Territorys zu bewundern, das sich leicht finden lässt, weil es nur ein Pub gibt. Ein weiterer Halt auf dem Stuart Hwy erfolgt nach zwei Stunden in Mataranka. In den natürlichen Thermalpools im Elsey National Park kann man bei 34 Grad Wassertemperatur herrlich entspannen. In Katherine findet der Tag seinen Abschluss bei einem schönen Essen und einer Nacht in einem der Hotels im Ort. Am nächsten Morgen sollte man sich den Nitmiluk Nationalpark nicht entgehen lassen, der im Ort beginnt. 13 aufeinander folgende Schluchten bieten ein grandioses Bild von dem, was die Kraft der Natur schaffen kann. Einen ganzen Tag kann man hier verbringen, eine Kanufahrt wagen und die Malereien an den Felswänden entdecken. Wer das nicht möchte, fährt gleich weiter zu den Lower and Upper Edith Falls (60 km, Stuart Hwy, dann rechts), wo ein wunderbarer Badesee, umgeben von üppiger Vegetation, von 60m hohen Wasserfällen gespeist wird.

Kakadu National Parks

Kakadu National Parks

Zurück auf dem Stuart Hwy verlässt man den selbigen rechts bei Pine Creek, um dann auf dem Kakadu Hwy (Route 21) nach insgesamt 300 km die Südgrenze des Kakadu National Parks zu erreichen. Endlich fühlt man sich im „richtigen“ Outback, im Busch, so, wie man es aus vielen Filmen kennt – hier wurden auch die Outback-Szenen für den Film „Crocodile Dundee“ gedreht. Unglaubliche Schönheit wird dem Nationalpark nachgesagt, vor allem im Sommer, wenn die Grenzen zwischen Meer und Erde zu verschwimmen scheinen. Die Fahrt durch den Nationalpark, erst auf dem Kakadu Hwy, dann ab Jabiru auf dem Arnhem Hwy, führt durch Feuchtgebiete, dann wieder entlang hoher, faltiger Berge und tropischer Wälder. Besonders in der Trockenzeit, wenn sich die Tiere des Parks, darunter Kakadus, Störche, Kormorane und Seeadler, um die Seen und Wasserlöcher versammeln, lässt sich der Artenreichtum des Gebietes gut beobachten. In den Salzseen schwimmen die gefährlichen Salzwasserkrokodile, die „Salties“, denen man besser weit aus dem Weg geht.

Übernachten kann man am besten in Jabiru. Von dort sind es noch 40 km zum South Alligator River (Arnhem Hwy), wo Wagemutige die Krokodile vom Boot aus betrachten können. Nach Darwin braucht man im Mietwagen noch rund 3 Stunden für die vor einem liegenden 200 km. Der Arnhem Hwy stößt bei Humpty Doo, das umgeben von Mangoplantagen ist, wieder auf den Stuart Hwy, der bis zum Ziel führt. In der multikulturellen Stadt Darwin darf man eines nicht verpassen: den Nachtmarkt von Mindl. Die Reise bei Sonnenuntergang auf diesem fröhlichen Straßenmarkt zu beenden, ist einfach traumhaft.

Western Australia – Mit dem Mietwagen von Perth nach Broome

Mittwoch, 16. Februar 2011

Western Australia hat alles, was das Urlauberherz in Australien begehren mag: traumhafte Strände, einsames Outback, dicht bewucherten Urwald, riesige Schluchten und gastfreundliche Bewohner. Mindestens 14 Tage Zeit sollte man sich nehmen, um den größten australischen Bundesstaat zu bereisen, z.B. auf einer Mietwagentour von Perth nach Broome, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten.

Unsere Reise beginnt in Perth

Unsere Reise beginnt in Perth

Auf der neu geteerten Küstenstraße fahren Sie am ersten Tag mit dem Mietwagen von Perth entlang des Meeres nach Lancelin (102 km, Mitchell Freeway, dann Route 60, bei Lancelin Rd links abbiegen), wo Sie die bis zu 15 m hohen Sanddünen sehen können. Nach Cervantes, dem ersten Etappenziel, fahren Sie nun noch 130 km (Indian Ocean Drive). Vor der Nachtruhe steht ein Besuch der Pinnacles im Nambung-Nationalpark an, verwitterte Kalksteinsäulen, die besonders bei untergehender Sonne einen sagenhaften Reiz versprühen. Dem küstennahen Indian Ocean Drive weiter folgend, fährt man bei Eneabba links auf den Brand Hwy (Route 1). Nach 250 km ist Geraldton erreicht, vorher sollten Sie aber in dem kleinen Fischerdorf Dongara mit fast griechischem Flair Meeresluft schnuppern. Geraldton steht für Fischfang und Hummerzucht. Hier keinen frischen Hummer zu probieren, grenzt an Frevel.

Fischer in Geraldton

Fischer in Geraldton

Durch beeindruckende Wälder aus Eukalyptusbäumen, über freie Ebenen und vorbei an kleinen Salzseen fahren Sie mit Ihrem Mietwagen in 2 Stunden und 160 km nach Kalbarri (North West Coastal Hwy, bei Stephen St links, Port Gregory Rd, Red Bluff Rd). Besonders ab der Port Gregory Rd ist die Strecke aufregend zu fahren, da sie an unglaublichen Felsformationen vorbei führt. Kalbarri selbst verfügt über viele kleine, unberührte und dennoch saubere Strände. Monkey Mia heißt der nächste Zielort, den Sie ab Kalbarri über die Kalbarri Rd und die Route 1 in 400 km erreichen. Die Route 1 verlassen Sie bei Overland Richtung Denham und fahren dann das letzte Stück auf der Monkey Mia Rd. Der Weg führt Sie an den Salzwasserbecken des Hamelin Pool und seinen Stromatolithen vorbei, auch an roten Sandsteinfelsen und riesigen Muschelbänken. In Monkey Mia auf der Peron Halbinsel kommen die Delphine bis an den Strand. Übernachten sollten Sie in Denham.

Delphin Fütterung am Strand von Monkey Mia

Delphin Fütterung am Strand von Monkey Mia

Nun fahren Sie weiter in das 550 km entfernte Coral Bay. Den Mietwagen steuern Sie auf der Route 1 aber erst nach Carnarvon, wo ein traumhaftes Küstenstück endet. Durch weite Pampa, Dünen und niedrige Wälder ist die weitere Strecke (Route 1 und Minilya-Exmouth Rd) ein Genuss für das Auge. Coral Bay ist eines dieser noch kaum erschlossenen Paradiese, in der Ruhe Suchende „echte“ Erholung finden. Der Mount Augustus ist der größte Monolith der Erde, zweieinhalb mal größer als der Uluru. Er liegt im Mount Augustus National Park (520 km, North West Coastal Hwy, kurz vor Yannarie rechts ab). Durch das unendliche Outback mit der Great Sandy Wüste fahren Sie mit Ihrem  Mietwagen in die alte Minenstadt Newman (520 km, erst in östlicher Richtung, bis die Straße auf den Great Northern Hwy stößt, dann links). Von hier starten Sie bequem in den Karijini National Park, der einfach nur überwältigend ist (250 km, Great Northern Hwy, dann links in den Karijini Dr). Flüsse durchziehen die Bergwelt, Schluchten lassen in die Tiefe blicken und hier gibt es die abenteuerlichsten Badestellen Australiens. Da der Park so schön, so abwechslungsreich ist und auf vielen Wegen mit dem Mietwagen erkundet werden kann, lohnen sich mindestens zwei Tage Aufenthalt, bevor Sie Ihren Weg durch die Pilbara nach Port Hedland fortsetzen (400 km, Great Northern Hwy nach Norden, Wilson St, Wedge St).

Wüstenidyll in Broome

Wüstenidyll in Broome

Den größten Eisenerzhafen findet man in Port Hedland. In der Umgebung sieht man immer wieder riesige Salzberge, die aufgrund ihrer Größe zu einer kleine Sensation wurden. Das Ziel, Broome, ist nun noch 610 km entfernt, die Aussicht unterwegs entschädigt gründlich für die fast sieben Stunden lange Fahrt. Der Great Northern Hwy, der von Port Hedland bis nach Broome reicht, verläuft nah der Küste. Begleitet werden Sie von den riesigen Road Trains, die die gerade Ebene nutzen, um gefahrlos ihre Güter wie Vieh, Heuballen oder ganze Häuser zu transportieren. Der letzte Abschnitt setzt nochmal dort Akzente, wo der Sand der Great Sandy Wüste auf den Ozean trifft. Wie Krakenarme sehen die zerklüfteten Rinnsale im Sand aus.