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Autofahren in der Slowakei

Mittwoch, 05. Januar 2011

Levoca in der Slovakia

Levoca in der Slovakia| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

In der Slowakei können Mietwagen, gebucht über holiday autos, in Bratislava und Kosice in Empfang genommen werden. Von beiden Standorten lassen sich interessante Touren z.B. in das Tatra-Gebirge oder Waagtal planen, die eine Reise in das kleine Land der Naturschönheiten durch neue Eindrücke komplettieren. Entspannt fährt es sich dann, wenn man die Straßensituation einschätzen kann und die Verkehrsregeln kennt. In den folgenden Zeilen finden Sie nützlichen Informationen und Tipps rund um das Autofahren in der Slowakei.

Die Straßenzustände sind durchgehend zufriedenstellend. Ein Autobahnnetz verbindet die wichtigsten Städte miteinander, Schnellstraßen ermöglichen auch fernab der Autobahnen angenehmes Reisen. Zur leichteren Orientierung werden Autobahnen mit „D“ und Schnellstraßen mit einem „R“ gekennzeichnet. Straßen mit zwei- oder dreistelligen Nummern sind Hauptstraßen, die man nur dann wählen sollte, wenn eine andere Streckenführung nicht möglich ist. Denn: Sie sind nicht besonders komfortabel zu fahren und bestehen auch nur aus jeweils einer Spur in eine Richtung. Hinzu kommt, dass slowakische Autofahrer zu gewagten Überholmanövern neigen. Generell sollten sich ausländische Fahrer diesem Stil nicht anpassen. Die Slowaken kennen die Straßenverhältnisse und können einschätzen, wo und wann ein Überholvorgang möglich ist. Wir raten zu einer besonnenen Fahrweise, bei der man auch mal weit rechts fahren sollte, um einen Überholwilligen vorbei zu lassen. Drängler sollte man gelassen ignorieren und auch mal beherzt abbremsen, wenn von der Gegenseite ein Überholender entgegenkommt.

Auf Autobahnen ist eine Geschwindigkeit von 130 km/h erlaubt. Auf den Schnell- bzw. Landstraßen sind es 90 km/h und in Ortschaften nur noch 50 km/h. An den Autobahnen sind Blitzanlagen fest installiert. Aber auch mobile Blitzgeräte kommen auf Autobahnen sowie auf allen anderen Straßen des Landes zum Einsatz. Strafen bis zu 220 EUR drohen bei einer Missachtung, in schwerwiegenden Fällen kann auch der Führerschein für ein Jahr eingezogen werden.

Alle Insassen müssen angeschnallt sein

Alle Insassen müssen angeschnallt sein | Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0

Alle Fahrzeuginsassen müssen während der Fahrt immer angegurtet sein, die Mietwagen in der Slowakei sind auf allen Plätzen mit Gurten versehen, bei manchen Privat-PKWs ist das noch kein Standard.

Nur mittels einer Freisprecheinrichtung darf das Mobiltelefon vom Fahrer eines Fahrzeugs benutzt werden. In die Hand darf es dabei nicht genommen werden.

Immer, auch tagsüber, muss das Licht am Auto eingeschalter werden. Sofern Mietwagen mit einer Automatik für die Beleuchtung ausgestattet sind, sollten Sie den Lichtschalter manuell betätigen, da sonst bei Helligkeit unter Umständen kein Licht brennt.

Vorschrift ist, dass Kinder unter 12 Jahren oder unter 1,50m Körpergröße in einem Kindersitz sitzen müssen, der zum Mietwagen hinzu gebucht werden kann.

Pro Fahrzeuginsassen muss sich eine Warnwesten im Inneren des Fahrzeugs befinden, sodass im Falle einer Panne oder eines Unfalls die Weste noch vor Verlassen des Wagens angezogen werden kann.

Auch noch wichtig zu wissen ist es, dass ein nicht so ganz exakt definierendes Gesetz hinsichtlich der Anbringung eines Navigationsgerätes existiert: Das Gerät darf demnach weder im Sichtfeld noch in der Mitte der Windschutzscheibe montiert werden, wobei „Mitte“ nicht weiter definiert ist.

Die Promillegrenze liegt bei 0,0. Alkoholkontrollen werden häufig durchgeführt, die Strafgebühr für Alkohol am Steuer kann bis zu 360 EUR kann betragen.

Weitere Bußgelder:

  • 20 km/h zu schnell – 20 EUR
  • Fahren ohne Licht – zwischen 30 und 60 EUR
  • Überholverstoß – ab 20 EUR
  • Parkvergehen – 20 EUR (Vorsicht: Die Gebühr für falsches Parken ist nur dann so gering, wenn weder eine Kralle, noch ein Abschleppwagen zum Einsatz kam. Für die Parkkralle werden rund 60 EUR fällig, wird der Mietwagen abgeschleppt, kostet das 220 EUR. Wie in jedem anderen Land gilt, das Auto im Idealfall auf einem bewachten Parkplatz abzustellen und wertvolle Gegenstände nicht sichtbar im Innenraum liegen zu lassen. Denn wer möchte seinen Urlaub schon gerne auf der Polizeiwache verbringen?)

Mit dem Mietwagen unterwegs in Italien

Donnerstag, 25. November 2010

Der Italiener hat vielleicht keine Ahnung, wie man Fußball spielt, aber wie man motorisiert geschickt und ohne größere Blessuren durch den Straßenverkehr kommt, das weiß er.

Regel Nr. 1: Gestikulieren. Im Land der großen Gesten verständigt man sich per Handzeichen. Sie haben mehr Aussagekraft als geltende Gesetze oder Verkehrsschilder. Wer mitmacht, kommt einfach schneller und lässiger vorwärts.

Regel Nr. 2: Hupen. Auf Italiens Straßen hupt es eigentlich immer und überall. Dabei hat das Hupsignal nur selten eine Warnfunktion. Meistens bedeutet ein geräuschvoller Druck auf die Lenkradmitte nur, das man sich auch auf der Straße befindet und wird von den anderen Verkehrsteilnehmern nicht weiter beachtet. Aber wer sich nicht als Touri outen möchte, sollte einfach ab und an und völlig unbegründet beherzt auf die Lenkradtröte drücken.

Regel Nr. 3: Augen auf. Italienische Verkehrsteilnehmer wirken chaotisch, sind aber gelassen. Besonders gegenüber der beliebten Vespa oder anderen Zweirädern ist man äußerst tolerant. Die kleinen Flitzer halten sich nicht an rote Ampeln oder Straßenbegrenzungen. Es ist also ratsam, immer einen Rundumblick zu starten, bevor ein Lenkmanöver eingeleitet wird. Irgendwo ist immer ein Motorroller.

Das alles hört sich schlimmer an, als es ist. Sicher, temperamentvoller, ein wenig spontaner und auch intuitiver fährt es sich auf den Straßen Italiens, aber auf keinen Fall gefährlicher. Schwere Verkehrsunfälle sind in Italien im Vergleich zum europäisch Ausland eher gering. Und das liegt vor allem daran, daß die autofahrenden Italiener sehr beherrscht agieren. Sie bremsen auch dann, wenn sie eigentlich im Recht sind. Sie sind aufmerksame Fahrer und denken mit.

Als unverbindliche Empfehlungen sehen viele Italiener ihre Verkehrsregeln, an die man sich halten kann, aber noch lange nicht muss. Die Polizei im Land sieht das allerdings anders. In den letzten Jahren wurden die Verkehrskontrollen verschärft und ein Verstoß kann richtig teuer werden. Besonders im Bereich der Geschwindigkeitskontrollen und bei Parkverstößen greift die Staatsmacht mit hohen Bußgeldern und innovativen Methoden durch. Sogenannte „Tutor“-Geschwindigkeitskontrollen werden zusehend beliebter. Dabei wird zwischen zwei Teilabschnitten das Tempo gemessen und so eine Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt. Auffällige Blitzgeräte die ein schnelles Abbremsen noch vor dem Blitz ermöglichen, sucht man dabei vergeblich. Mehr als 10 km/h zu schnell kosten dann mindestens 143 EUR, 40 km/h über dem erlaubten Limit schlagen schnell mit mindestens 357 EUR ein Loch in die Urlaubskasse. Folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen sollte man deshalb tunlichst einhalten: Innerorts 50 km/h, Landstraßen 90 km/h, Schnellstraßen 110 km/h und auf den Autobahnen 130 km/h. Zudem gelten folgende Regeln:

Außerhalb geschlossener Ortschaften muss auch tagsüber mit Licht gefahren werden.

Telefonieren während der Fahrt ist nur mittels einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Eine Sicherheitsweste muss im Fahrzeug mitgeführt und bei Aufenthalten am Straßenrand angezogen werden. Das Mitführen von gefüllten Reservekanistern ist verboten. Auch verboten ist das Parken auf schwarz-gelb markierten Bordsteinen, sowie an gelb gekennzeichneten Parkflächen. Erlaubt ist das Parken an mit weißen Streifen gekennzeichneten Stelle. Kostenpflichtig ist das Abstellen eines Fahrzeugs an Bordsteinen mit blauen Streifen. Es gilt grundsätzlich Anschnallpflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Ab einem Alkoholgehalt von 1,5 Promille kann das Fahrzeug beschlagnahmt und zugunsten des Staates versteigert werden. Für Mietfahrzeuge gelten diesbezüglich natürlich andere Regel, eine alternative Bestrafung fällt dann aber an.

Noch ein Tipp: Der Mangel an bzw. das komplette Fehlen von Orts-Hinweisschildern erfordert entweder eine gute Straßenkarte im Handschuhfach oder ein Navigationsgerät. Buchen Sie am besten gleich eine Navi zu ihrem Mietwagen dazu. So sparen Sie Zeit und schonen Ihre Nerven.

Autofahren auf Zypern

Donnerstag, 25. November 2010

Um die aufregenden antiken Sehenswürdigkeiten und die kargen, aber reizvollen Landschaften in der Landesmitte oder an den von rauschendem, dunkelblauem Wasser gesäumten Küsten zu genießen, ist ein Mietwagen auf Zypern eigentlich unerlässlich.

Bequem führt die einzige, vierspurig ausgebaute Autobahn von einmal Waagerecht über die Insel. Abfahrten führen in die gesuchten Städte bzw. zu den Ausflugszielen, oder werden durch Hinweisschilder auch in lateinischem Schriftbild angezeigt. Die Verkehrsschilder orientieren sich am europäischen Standard und unterscheiden sich nicht wesentlich von den gewohnten aus der Heimat.

Ein Unterschied besteht jedoch: Es wird links gefahren. Gerade in den ersten Tagen nach der Mietwagenannahme sollte man deshalb besonders vorsichtig fahren, sollte das Linksfahren nicht zur Gewohnheit zählen. Die Zyprioten üben aber viel Nachsicht. Nicht selten begegnen ihnen gerade im Bereich von Ein- und Ausfahrten Mietwagen mit kurzzeitig orientierungslosen Fahrern. Die Zyprioten bremsen, machen freundliche Zeichen, weichen auch aus und nehmen nichts übel. Erkennbar werden Mietwagenfahrer an den roten, mit einem „Z“ beginnenden Kennzeichen, die sich an den gemieteten Fahrzeugen befinden. Das ist durchaus positiv zu sehen, denn so muss man sich nicht genieren, wird man für kurze Zeit zum Geisterfahrer und dem Verständnis der Gegenseite kann man sich gewiss sein.

Typisch für die Stadtgebiete Zyperns sind eingesetzte Bodenwellen an den Zufahrten der Städte. Sie dienen der Geschwindigkeitsreduzierung und sind manchmal recht hoch. Um den Unterboden des Mietautos nicht zu beschädigen, sollte man bereits vor den Verkehrsberuhigern das Tempo reduzieren und langsam darüber fahren.

Die gesetzlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen sollte man immer einhalten, denn auch auf Zypern haben sich Verkehrskontrollen und Blitzer etabliert.

Die Regeln hierzu lauten:

In Ortschaften sind 50 km/h erlaubt, soweit Schilder nichts anderes anzeigen.

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen beträgt 100 km/h, mindestens müssen aber 65 km/h gefahren werden. Auf Landstraßen gelten 80 km/h.

Auch auf Zypern liebt man es, Feste zu feiern, Sirtaki zu tanzen und begleitet von einem fröhlichen „Hoppa“ Ouzo zu trinken. Dabei sein, mittanzen, mitfeiern macht richtig viel Spaß, doch wer dann noch einen Heimweg mit dem Mietauto zu bewältigen hat, sollte den Ouzo in geringen Dosen genießen. Der erlaubte Blutalkoholwert wurde vor kurzem von 0,9 auf 0,5 ‰ gesenkt.

Auf allen Sitzen im Auto herrscht Sicherheitsgurtpflicht. Kinder unter 12 Jahren, die kleiner als 1,50m sind, müssen entweder mit passendem Sicherheitsgurt oder im Kindersitz transportiert werden.

Die Nutzung von Mobiltelefonen ist dem Fahrer eines Kraftfahrzeugs grundsätzlich verboten, es sei denn, er kann das Gespräch mit einer Freisprecheinrichtung führen.

In den Städten finden sich gerade in den Stadtmitten überall öffentliche und private Parkplätze. Den Mietwagen dort für einen halben Tag abzustellen, kostet etwa 2 EUR. In den Innenstädten wird die Parkgebühr an Parkautomaten entrichtet. An Wochentagen werden dafür rund 50 Cent pro Stunde fällig, an Samstagnachmittagen, Sonntagen sowie Feiertagen ist das Parken kostenlos.

Park- und Halteverbote werden durch eine doppelte gelbe Linie gekennzeichnet. Befindet sich nur eine gelbe Linie auf der Straße, so ist das Be- und Entladen erlaubt, Parken bleibt aber verboten.

Das Tankstellennetz auf Zypern ist weitestgehend zufriedenstellend. Gerade an der Autobahn finden sich in regelmäßigen Abständen Tanksäulen, nur in den ländlicheren Gegenden kann es schon mal länger dauern, bis die nächste Tankstelle angefahren werden kann. Meist sind die Zapfsäulen mit Geldautomaten versehen, an denen bar oder mit Kreditkarte gezahlt werden kann. Doch oft ist auch ein freundlicher Tankstellenmitarbeiter zur Stelle, der für ein kleines Trinkgeld den Tankvorgang übernimmt.