
Levoca in der Slovakia| Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
In der Slowakei können Mietwagen, gebucht über holiday autos, in Bratislava und Kosice in Empfang genommen werden. Von beiden Standorten lassen sich interessante Touren z.B. in das Tatra-Gebirge oder Waagtal planen, die eine Reise in das kleine Land der Naturschönheiten durch neue Eindrücke komplettieren. Entspannt fährt es sich dann, wenn man die Straßensituation einschätzen kann und die Verkehrsregeln kennt. In den folgenden Zeilen finden Sie nützlichen Informationen und Tipps rund um das Autofahren in der Slowakei.
Die Straßenzustände sind durchgehend zufriedenstellend. Ein Autobahnnetz verbindet die wichtigsten Städte miteinander, Schnellstraßen ermöglichen auch fernab der Autobahnen angenehmes Reisen. Zur leichteren Orientierung werden Autobahnen mit „D“ und Schnellstraßen mit einem „R“ gekennzeichnet. Straßen mit zwei- oder dreistelligen Nummern sind Hauptstraßen, die man nur dann wählen sollte, wenn eine andere Streckenführung nicht möglich ist. Denn: Sie sind nicht besonders komfortabel zu fahren und bestehen auch nur aus jeweils einer Spur in eine Richtung. Hinzu kommt, dass slowakische Autofahrer zu gewagten Überholmanövern neigen. Generell sollten sich ausländische Fahrer diesem Stil nicht anpassen. Die Slowaken kennen die Straßenverhältnisse und können einschätzen, wo und wann ein Überholvorgang möglich ist. Wir raten zu einer besonnenen Fahrweise, bei der man auch mal weit rechts fahren sollte, um einen Überholwilligen vorbei zu lassen. Drängler sollte man gelassen ignorieren und auch mal beherzt abbremsen, wenn von der Gegenseite ein Überholender entgegenkommt.
Auf Autobahnen ist eine Geschwindigkeit von 130 km/h erlaubt. Auf den Schnell- bzw. Landstraßen sind es 90 km/h und in Ortschaften nur noch 50 km/h. An den Autobahnen sind Blitzanlagen fest installiert. Aber auch mobile Blitzgeräte kommen auf Autobahnen sowie auf allen anderen Straßen des Landes zum Einsatz. Strafen bis zu 220 EUR drohen bei einer Missachtung, in schwerwiegenden Fällen kann auch der Führerschein für ein Jahr eingezogen werden.

Alle Insassen müssen angeschnallt sein | Bild: CreativeCommons Lizenz BY 3.0
Alle Fahrzeuginsassen müssen während der Fahrt immer angegurtet sein, die Mietwagen in der Slowakei sind auf allen Plätzen mit Gurten versehen, bei manchen Privat-PKWs ist das noch kein Standard.
Nur mittels einer Freisprecheinrichtung darf das Mobiltelefon vom Fahrer eines Fahrzeugs benutzt werden. In die Hand darf es dabei nicht genommen werden.
Immer, auch tagsüber, muss das Licht am Auto eingeschalter werden. Sofern Mietwagen mit einer Automatik für die Beleuchtung ausgestattet sind, sollten Sie den Lichtschalter manuell betätigen, da sonst bei Helligkeit unter Umständen kein Licht brennt.
Vorschrift ist, dass Kinder unter 12 Jahren oder unter 1,50m Körpergröße in einem Kindersitz sitzen müssen, der zum Mietwagen hinzu gebucht werden kann.
Pro Fahrzeuginsassen muss sich eine Warnwesten im Inneren des Fahrzeugs befinden, sodass im Falle einer Panne oder eines Unfalls die Weste noch vor Verlassen des Wagens angezogen werden kann.
Auch noch wichtig zu wissen ist es, dass ein nicht so ganz exakt definierendes Gesetz hinsichtlich der Anbringung eines Navigationsgerätes existiert: Das Gerät darf demnach weder im Sichtfeld noch in der Mitte der Windschutzscheibe montiert werden, wobei „Mitte“ nicht weiter definiert ist.
Die Promillegrenze liegt bei 0,0. Alkoholkontrollen werden häufig durchgeführt, die Strafgebühr für Alkohol am Steuer kann bis zu 360 EUR kann betragen.
Weitere Bußgelder:
- 20 km/h zu schnell – 20 EUR
- Fahren ohne Licht – zwischen 30 und 60 EUR
- Überholverstoß – ab 20 EUR
- Parkvergehen – 20 EUR (Vorsicht: Die Gebühr für falsches Parken ist nur dann so gering, wenn weder eine Kralle, noch ein Abschleppwagen zum Einsatz kam. Für die Parkkralle werden rund 60 EUR fällig, wird der Mietwagen abgeschleppt, kostet das 220 EUR. Wie in jedem anderen Land gilt, das Auto im Idealfall auf einem bewachten Parkplatz abzustellen und wertvolle Gegenstände nicht sichtbar im Innenraum liegen zu lassen. Denn wer möchte seinen Urlaub schon gerne auf der Polizeiwache verbringen?)

