Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Zum 50. Geburtstag des Ampelmännchens 2011

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Wer auf Reisen ein offenes Auge hat, wird bei Ampelzeichen auf liebenswerte, oft landestypische Eigenarten stoßen: sie sind männlich oder weiblich, nostalgisch oder superschick. Und haben sich in den letzten 50 Jahren manchmal sehr weit entwickelt – oder sind so, wie sie immer waren. holiday autos stellt vor, wo man unterwegs unbedingt anhalten, mindestens eine Fußgängerampel überqueren und fotografieren muss, um internationale Besonderheiten als Urlaubs-Anekdoten mit nach Hause zu bringen.

Bildunterschrift

Ampelmännchen Berlin

Unterwegs in Deutschland trifft man, vor allem rund um Berlin, immer und überall auf das nostalgische „Ost-Ampelmännchen“. Mit deutlich ausgestreckten Armen ermahnt er zum Stehenbleiben, ehe er mit schwingenden Armen und Beinen das Zeichen zum Gehen gibt. Aber nicht nur in der Hauptstadt, auch in zahlreichen anderen Städten der Republik: so überquert man beispielsweise mitten im romantischen Heidelberg Kreuzungen mit „Ost-Flair“.

Der Ampelmann in Japan ist überaus seriös und korrekt, groß und schlank mit Hut und Anzug. Dazu gibt es hier sogenannte Alles-Grün-Schaltungen: gleichzeitig können alle Fußgänger Kreuzungen horizontal und diagonal überqueren. In dieser Zeit haben alle Autofahrer absolute Rotpause.

Von Rot schaltet die Ampel in Mexiko und Spanien wie überall auf der Welt auf Grün um. Oben werden automatisch die verbleibenden Sekunden zum Überqueren der Straße angezählt. Unten schlendert entspannt der grüne Ampelmann – bis er in den letzten Sekunden zu einem rasanten Sprint ansetzt. Um klarzumachen: Jetzt musst auch du flitzen!

Liegt es am Klischee des gewissenhaften Chinesen, der es immer eilig hat und stets pünktlich sein will, dass Fußgängerampeln in China die verbleibende Zeit angeben? Als Wartender weiß man zumindest ganz genau, wie lange man noch stehen bleiben muss. Und in der Grünphase kann man sich exakt ausrechnen, wie viel Zeit verbleibt, bis die andere Straßenseite erreicht sein muss.

Statt einem roten Ampelmann erscheint an Fußgängerampeln in den USA und Kanada eine Hand, die deutlich sagt: Stop! In den Geh-Phasen animiert ein agiles grünes oder weißes Männchen die Passanten zum schnellen Überqueren der Straße, zudem werden die letzten Sekunden angezählt oder durch eine blinkende Hand signalisiert.

In der Heimat von Ferrari und Fiat haben die Straßenplaner Fußgängerampeln nur spärlich vorgesehen. Umso aufregender sind die wenigen Exemplare in Italien, an denen meist drei Lichter für Fußgänger leuchten: Rot bedeutet absolutes Stehenbleiben, denn Autofahrer haben Grün und fahren los – komme was wolle. Bei Orange kann man mit Vorsicht, bei Grün mit Sicherheit die Straße überqueren.

Ob es an der Emanzipationsbewegung liegt ist schwer nachweisbar, zumindest achten Fußgänger in Holland mehr auf das weibliche Geschlecht. Auch wenn es immer wieder Diskussionen über eine mögliche reduzierte Aufmerksamkeit für Ampelfrauen oder Ampelmädchen gibt: mit den abwechslungsreich gestalteten, deutlich weiblichen Attributen wie Figur, Kleid, Minirock, hohen Absätzen und mehr oder weniger schicken Zopffrisuren ist dieses Lichtzeichen in jedem Fall eine Reiseerinnerung wert.

Wo der Chic zu Hause ist, spiegelt sich sogar in den Bildern der Fußgängerampeln Style und Geschmack. Die Silhouetten elegant gekleideter Menschen finden sich auf den französischen Lichtanlagen für Fußgänger, vor allem in Paris. An vielen Ampeln wartet übrigens die Ampelfrau bei Rot ab, während der Ampelmann das Signal für die Straßenüberquerung anzeigt.

Auf den ersten Blick sehr untypisch, auf den zweiten Blick äußerst charmant: Statt einem einzelnen Ampelmann findet sich auf belgischen Fußgängerampeln ein Ampelpaar. Die beiden haben sich fein gemacht, tragen Kleid und Anzug. In der Rotphase stehen beide einander zugewandt, achten aber aufmerksam auf den Verkehr, in der Grünphase schreiten sie als Beispiel und Zeichen für die Fußgänger dynamisch vorwärts.

Bildunterschrift

Ampelmann Österreich

In  Österreich gibt es für Fahrradfahrer Ampelanlagen, die bei Rot deutlich anzeigen: „Stop!“, der Radfahrer steigt auf dem Bild ab und hält sein Fahrrad in der Hand. Das Bild für Grün signalisiert: aufsteigen und weiterfahren. Die Ampelmännchen sind hier übrigens weiß und ringsum leuchten die Farbsignale in Rot oder Grün.

Nostalgie pur in Dänemark: Die Figur Hans-Christian Andersens, weltberühmt durch seine Märchensammlungen, weist Fußgängern auf den Ampelanlagen in Odense den Weg. Auf einen Stock gestützt wartet der elegante Fußgänger aus alten Zeiten mit Zylinder bei Rot auf die Grünphase, in der er dynamisch mit viel Stockeinsatz losspaziert.

Autofahren in Brasilien

Mittwoch, 12. Januar 2011

Ja, es gibt Verkehrsregeln in Brasilien. Sie werden von den Einheimischen zwar nur selten beachtet, aber es gibt sie. Es gibt auch Bemühungen der Polizei, die Verkehrsregeln durchzusetzen. Die Strafen für die Missachtung einer geltenden Regel gehören deshalb auch zu den höchsten der Welt.

Wer mit einem Mietwagen in Brasilien unterwegs ist, sollte Fahrten in den Großstädten auf ein Minimum beschränken. Denn das ist nur etwas für starke Nerven. In den letzten Jahren wurde es zwar etwas entspannter, doch immer noch lieben die brasilianischen Verkehrsteilnehmer das Überholen, sie ignorieren rote Ampeln, rechts vor links ist eine Regel, die nur selten Beachtung findet und die Hupe trötet im Minutentakt.

Autofahren in Brasilien
Autofahren in Brasilien

Erkunden Sie das Land lieber auf seinen wesentlich ruhigeren Landstraßen. Seien Sie aber auch dort immer noch äußerst defensiv mit dem Mietwagen, achten Sie auf die anderen Fahrer und vor allem auf ihre Handzeichen. Gesten regeln den Verkehr recht zuverlässig, wenn auch nicht im Sinne einer klassischen Straßenverkehrsordnung. Die Schönheit des Landes sollte man sich nicht entgehen lassen und auf eine Mietwagentour brauchen Sie nicht zu verzichten. Die Verkehrslage ist zwar als temperamentvoll einzustufen, aber sie ist nicht unbezwingbar. Nach einiger Zeit kann es sogar richtig Spaß machen, auf den Straßen Brasiliens mit den Bewohnern per Handzeichen zu kommunizieren.

Einige Hinweise sollte man noch beachten: Das Tempolimit auf den Autobahnen liegt bei 120 km/h, in geschlossenen Ortschaften dürfen Sie mit 50 km/h fahren, auf Landstraßen ist eine Geschwindigkeit von 80 km/h erlaubt. Es herrscht Rechtsverkehr. Die Promillegrenze liegt bei 0,0 und auf allen Sitzen gilt Gurtpflicht.

Zurzeit gibt es noch keine Bestimmung, die das Telefonieren mit einem Mobiltelefon während der Fahrt regelt. Für die Anmietung eines Mietwagens reichen der nationale Führerschein und ein Reisepass.

Autofahren in Puerto Rico

Mittwoch, 12. Januar 2011
Typische Landstraße in Puerto Rico

Typische Landstraße in Puerto Rico

Puerto Ricos Straßennetz ist wirklich gut ausgebaut. Mehr als 15.000 Kilometer asphaltierte Straßen stehen den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung, darunter Autobahnen, Land- und Hauptstraßen. Die Reise im Mietwagen sollten Sie aber über die kleinen Nebenstraßen planen, die gut zu befahren sind, aber – anders als die Autobahnen – durch herrliche Natur kreuz und quer über die Insel führen. Allerdings muss man auf diesen Wegen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h rechnen. Das ist nicht schnell, eigentlich richtig langsam, aber der Nutzen steht außer Frage. Gemächlich erobern Sie die Insel vom Mietwagen aus und halten an, wo immer es Ihnen gefällt. Auf den Autobahnen, die sich gerne durch ödes Brachland und unansehnliche Trabantenstädte schlängeln, ist das Anhalten aus nicht nachvollziehbarem Grund übrigens einfach nicht erlaubt. Die Autobahnen, auch Express-Highways genannt, sind mautpflichtig. Zwischen 50 US-Cent und 1,50 US-Dollar müssen Sie für das Befahren an den Mauthäuschen der Zufahrten einplanen. Bezahlt wird in bar und meist in kleinen Münzen. Die sollten Sie als Autofahrer in Puerto Rico immer bereit halten.

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf den Autobahnen liegt bei 89 km/h (55 m/h). Innerorts dürfen Sie Ihren Mietwagen mit 40 km/h (25 m/h) bewegen, auf allen anderen Straßen, soweit möglich, mit 72 km/h (45 m/h).

Grundsätzlich gelten die gleichen Verkehrsregeln wie in den USA und auch die Verkehrsschilder sind denen der USA angepasst.

Alkoholisiert darf man im Land auch nicht nach nur einem Bier autofahren. Es gilt die 0,0‰ – Regelung.

Telefonieren mit dem Mobiltelefon ist dem Fahrer verboten. Während der Fahrt benutzen darf er es nur mittels einer Freisprecheinrichtung.

Es wird empfohlen, Warnwesten mitzuführen, die getragen werden sollten, muss man auf einer Autobahn oder einer Schnellstraße aussteigen.

Für Anmietung und das Fahren eines Mietwagens ist der nationale Führerschein ausreichend.