Jetzt, wenn die Tage bei uns kühler werden und der Winter nicht mehr weit ist, beginnt in Namibia die Reisezeit. Der Frühling bemalt das Land in bunten Farben, lässt die Dünenketten von dunkelrot bis lila-violett leuchten und der strahlend blaue Himmel setzt sich vom dunklen Grün der Wälder und Kakteen ab. Die perfekte Zeit also, dem nasskalten Deutschland zu entfliehen und mit einem Mietwagen in 8 Tagen von Windhoek aus das Land, seine Farben und das Leben kennen zu lernen.
Tag 1: Von Windhoek nach Mariental und in den Hardap Nationalpark
In Windhoek, der Hauptstadt Namibias mit dörflichem Charme, startet die Tour in südlicher Richtung. Auf der gut ausgebauten Nationalstraße B1 fährt man vorbei an Rehoboth durch die gelb-grüne Landschaft nach Mariental (270 km, 3 ½ Std. Fahrzeit). Der Hardap Nationalpark ist nur 25 km von Mariental entfernt und zeigt sich mit wuchtigen Sanddünen in die ein gewaltiger blauer Stausee, der größte Namibias, eingebettet scheint.

Blick über Windhoek
Tag 2: Von Mariental nach Keetmanshoop
230 km wird die B1 weiter gen Süden gefahren um nach Keetmanshoop zu gelangen (3 ½ Std.). Die Stadt wurde als Station der Rheinischen Mission gegründet, wovon heute noch die aus Granit gebaute Kirche zeugt. Nordöstlich der Stadt befinden sich die Kokerboom Wouds, die Köcherbaumwälder, deren filigranen Verästelungen eine hübsche, grüne Baumkrone formen und deren abblätternde Rinde besonders im Licht der Abendsonne silbrig glänzt. In direkter Nähe finden sich die rot-bräunlichen Felsformationen des „Spielplatzes der Riesen“. Beides ist auf dem Gelände der Gariganus Farm zu finden (über M29 erreichbar in 20 km).

Quiver Tree Forest, Keetmanshoop
Tag 3: Von Keetmanshoop nach Aus
Richtung Westen und Meer geht es nun erst mal nach Aus, einer ganz kleinen Stadt am Rande des Hiub-Plateaus (213 km auf der B4, 3 Std.). Die fruchtbaren und grünen Ufer des Oranje bilden einen farblichen Kontrast zu den dunklen und kargen Gebirgszüge der bisherigen Strecke.

Felsenkirche
Tag 4: Von Aus über Kolmanskop nach Lüderitz
Immer entlang der B4 mit Zielrichtung Meer ist man nach nur 115 km und 1 ½ Stunden Fahrt in Kolmanskop. Nur eine kurze Blütezeit während des Diamtenfiebers erlebte die kleine Stadt, bevor sie zerfiel. Die starken Winde der Namib-Wüste wehten den Sand meterhoch in die verlassenen Häuser. Erst seit wenigen Jahren wurden einige der luxuriösen Gebäude der damaligen Zeit restauriert und bilden nun ein wirklich interessantes Freilichtmuseum. Der B4 weiter folgend sind es nach Lüderitz noch 13 km. Altdeutscher als in Lüderitz kann eine Stadt in Deutschland auch nicht sein. Die bis 1914 erbaute Kleinstadt im Jugendstil hat sich seither kaum verändert. Die Kirchen wirken wie gemalt vor der Kulisse des Atlantik.
Tag 5+6: Von Lüderitz nach Sesriem und das Trockenflussgebiet Sossusvlei
Zuerst führt der Weg zurück nach Aus, von wo aus die Hauptstraßen C13 und später die C27 nach Norden führen. Die Farben der Landschaft auf der 7 stündigen Fahrt bis nach Sesriem sind beeindruckend schön und verändern ständig ihre Kraft und Nuancen, während der Namib Naukluft Park und das Namib Rand Nature Reservat passiert werden. Sesriem ist das Tor zu den gigantischen Wanderdünen des Sossusvlei. Einen Sonnenuntergang, bei dem sich die Sonne langsam glutrot hinter den Dünen versteckt, sollte man nicht verpassen.

Oryx in Sossusvlei
Tag 7: Von Sesriem nach Swakopmund
Am Naukluft Mountain Zebra Park fährt man vorbei und dann über die C14 ans Meer, um nach 350 km und 5 Stunden Swakopmund zu erreichen. Eine bunte, fröhliche und malerische Stadt ist Swakopmund, deren deutsches Leben einem mediterranem Flair gewichen ist. Der Sand am Meer ist schneeweiß und das Meer leuchtend blau.

Swakopmund
Tag 8: Von Swakopmund nach Windhoek
Nach Windhoek zurück fahrt man erst über die B2 und dann über die B1 360 km und 4 ½ Stunden.

