Good to know: So fährt es sich sicherer durch den Urlaubs-Straßenverkehr

Rasen, Rauchen im Auto, Telefonieren während der Fahrt oder Alkohol am Steuer – wer im Ausland mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte genau wissen, welche Regeln gelten. Worauf sollte man besonders aufpassen? Wo gelten die strengsten Gesetze?

Alkohol und Autofahren

Vorsicht Promillegrenze: für viele gehört der Genuss von einem Glas Wein oder ein Bier zum Urlaub dazu –dabei gilt in manchen Ländern die 0,0 Promille-Regel.

Straßenverkehr und Alkohol passen nicht zusammen
Straßenverkehr und Alkohol passen nicht zusammen
  • Großbritannien – wer hier mit mehr als 0,8 Promille am Steuer ertappt wird kann sich schon mal auf eine hohe Geldstrafe von bis zu 6.500 Euro einstellen.
  • In Italien kann bei über 1,5 Promille das Mietauto beschlagnahmt werden. Tipp: In Italien sollte man sich bei einer Kontrolle nicht weigern zu pusten – denn dann geht die Polizei von einem Promillewert von 1,5 aus, die Beschlagnahmung des Fahrzeugs, eine Haftstrafe und ein Bußgeld von bis zu 6.000 Euro drohen.
  • Besonders hart fällt die Strafe auch in Spanien aus: hier ist bei sehr schweren Verstößen mit hohem Alkohol-Level unter Umständen eine Haftstrafe fällig.

Telefonieren am Steuer

Telefonieren verboten
Telefonieren verboten

In überwiegend vielen Ländern ist das Telefonieren verboten, wie z. B. in Italien als Spitzenreiter mit 600 Euro. Bei einer so hohen Strafe ist für viele Urlauber der Urlaub schon gelaufen. In einigen Ländern darf der Fahrer nicht mal Kopfhörer tragen. In Irland ist es sogar per Freisprecheinrichtung während des Fahrens verboten. In Spanien sollte man nicht vergessen: während man tankt, ist das Telefonieren untersagt, Radio und sogar Autolichter müssen ausgeschaltet sein.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Tempolimit in Australien

Tempolimit in Australien

Man sollte Autofahren im Urlaub nicht allzu locker nehmen – nur in Deutschland darf man auf den meisten Autobahnen unbegrenzt schnell fahren. Andere Länder, andere Regeln:  In den USA gelten beispielsweise unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten von 65 bis 75 Meilen in unterschiedlichen Staaten. Wer Geld und Ärger sparen will sollte deshalb genau recherchieren. Bezahlt ein Tourist in Frankreich seine Strafgebühr für zu schnelles Fahren nicht sofort bar, kann die französische Polizei das Auto so lange sicherstellen, bis die Zahlung eingegangen ist. Österreich reagiert auch sehr streng auf Verkehrsverstöße wie Drängeln. In der Schweiz  gibt es keine Toleranzgrenze – wer in Orten zu schnell fährt, zahlt schon bei 1 km/h Überschreitung satte 40 Schweizer Franken. Spanien: wird man mit über 200 km/h auf der Autobahn oder über 110 km/h Innerorts erwischt, drohen sogar mehrmonatige Haftstrafen.

Warnwesten, leerer Tank, Licht am Tag und andere Regeln

Licht ist Pflicht

Licht ist Pflicht

Fast in allen europäischen Länder müssen Warnwesten im Auto mitgeführt werden, wer keine im Mietwagen hat bezahlt beispielsweise in Portugal bis zu 600 Euro. In Frankreich müssen Fahrer, die das Auto nach einem Unfall oder einer Panne außerhalb geschlossener Ortschaften verlassen, eine Warnweste tragen. In Italien und Spanien ist die Warnweste sogar für jeden Insassen ein Muss. Informieren sollten sich Ferienautofahrer auch über die Lichtpflicht im Urlaubsland: in Italien, Norwegen, Schweden und Ungarn gilt auch tagsüber Lichtpflicht während des Fahrens, ebenso in Kroatien auf allen Straßen, aber nur von Oktober bis März. Weiterhin sollte man der ungarischen Polizei kein Bargeld übermitteln, da es als Bestechungsversuch ausgelegt werden könnte. Weitere interessante Verkehrsregeln aus den USA: es gibt Ampeln mit dem Schild „No Turn on Red“ – ist dieses nicht vorhanden, darf unter Beachtung der Vorfahrtsregeln auch bei rot rechts abgebogen werden. In manchen US-Staaten, beispielsweise Kalifornien, ist das Stehenbleiben mit leerem Tank ein Verkehrsdelikt.

Rauchen im Auto

In vielen Urlaubsregionen ist Rauchen verboten und wird mit einer Geldstrafe bestraft. In den USA gibt es auch hierzu in den einzelnen Staaten unterschiedliche Regelungen: In Kalifornien, Arizona und Maine zum Beispiel darf im Auto nur dann geraucht werden, wenn keine Jugendlichen dabei sind. In Kanada ist das Rauchen hinter dem Steuer erlaubt –Ausnahmen im kanadischen Ort Wolfville sowie in der Provinz „Neu Schottland“. In Australien sollte man vorsichtiger fahren und eine brennende Zigarette nicht einfach aus dem Auto werfen. In jedem Land sind darüber hinaus bei einem Mietwagen die Regeln des Vermieters zu beachten.

Rauchverbot nicht nur in Kneipen

Rauchverbot nicht nur in Kneipen

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